Kretschmanns Grüne triumphieren – Söder geißelt CDU-Wahlkampf als "schmutzig"
Lina FuchsSöder: Schmutzkampagne verantwortlich für Hagels Niederlage - Kretschmanns Grüne triumphieren – Söder geißelt CDU-Wahlkampf als "schmutzig"
Landtagswahl in Baden-Württemberg: Grüne behalten mit Winfried Kretschmann die Macht – Söder kritisiert "schmutzige" CDU-Kampagne
Die Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März 2026 endete mit einem Sieg der Grünen unter Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Die Partei erreichte 35 Prozent der Stimmen, während die CDU mit 28 Prozent auf dem zweiten Platz blieb – die bestehende Koalition bleibt damit unverändert. Nun hat CSU-Chef Markus Söder die Wahlkampfführung der CDU scharf kritisiert und sie als "schmutzig" bezeichnet. Besonders zwei umstrittene Videos machte er für die knappe Niederlage verantwortlich.
Söder zeigte sich verärgert über die gewählten Wahlkampfmethoden, die er als inakzeptabel bezeichnete. Ohne die umstrittenen Clips, so seine These, hätte der CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel die Wahl gewonnen. Trotz der Niederlage wertet Söder das Ergebnis jedoch nicht als Scheitern des gesamten Unionslagers.
Die Wahl veränderte die Zusammensetzung des Landtags: 84 Sitze entfallen auf die Grünen, 52 auf die CDU, 22 auf die SPD, 18 auf die AfD, 12 auf die FDP und 12 auf sonstige Parteien. Diese Verteilung sichert der amtierenden Koalition eine stabile Mehrheit und verhindert vorerst politische Umbrüche.
Eine "grüne Renaissance" wollte Söder indes nicht erkennen. Stattdessen gratulierte er Cem Özdemir zu dessen Beitrag zum Erfolg und zeigte sich optimistisch, dass die Zusammenarbeit künftig reibungslos verlaufen werde – ähnlich wie das bisherige konstruktive Verhältnis zu Kretschmann.
Für die Zukunft mahnte Söder die CDU, sich stärker auf Wirtschaftsthemen zu konzentrieren. Die Migrationsfrage sei weitgehend gelöst, nun gelte es, die inhaltlichen Schwerpunkte der Partei neu auszurichten.
Die Grünen regieren Baden-Württemberg damit gestärkt weiter. Söders Äußerungen offenbaren zwar Spannungen über die Wahlkampfstrategie, deuten aber auch auf eine perspektivische Kooperationsbereitschaft hin. Das Wahlergebnis zementiert vorerst die bestehende Koalition – und damit die Kontinuität in der Landespolitik.
