04 March 2026, 14:33

Klimaschutzplan: Sozialverbände fordern mehr Gerechtigkeit für einkommensschwache Haushalte

Ein Plakat mit fetter, schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das "Trickle-Down Economics Doesn't Work" lautet, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, und enthält einen Zitat von Präsident Biden.

Handelsverbände fordern von der Bundesregierung ein sozial gerechtes Klimaschutzprogramm - Klimaschutzplan: Sozialverbände fordern mehr Gerechtigkeit für einkommensschwache Haushalte

Ein Bündnis aus Sozialverbänden und der Klima-Allianz Deutschland drängt auf einen gerechteren Klimaschutzplan. Gefordert werden Maßnahmen, die einkommensschwache Haushalte entlasten und gleichzeitig die Emissionen senken. Die Bundesregierung muss ihr eigenes Programm bis zum 25. März finalisieren.

Anfang Februar war ein geleakter Entwurf des Klimaschutzprogramms der Regierung bekannt geworden, der Pläne für Klimaneutralität bis 2045 enthielt. Der Entwurf sah drei finanzielle Hilfen für Haushalte mit geringem Einkommen vor: eine jährliche Klimaprämie von bis zu 100 Euro pro Person ab 2025, einen erhöhten Sozialstromtarif, der 80 Prozent der Kosten deckt, sowie eine jährliche Aufstockung der Wohngeldleistungen um 2 Milliarden Euro. Diese Vorschläge – insbesondere die Klimaprämie – wurden im Februar 2026 im Umweltministerium ausführlich beraten.

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Das Bündnis fordert nun weitere Schritte. So soll die Stromsteuer dauerhaft gesenkt werden, um die Belastung für Haushalte zu verringern. Der Ausbau von Wind- und Solarenergie würde zudem die Preise drücken und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern. Stefanie Langkamp, Leiterin der Politischen Abteilung bei der Klima-Allianz Deutschland, betonte, die Regierung habe jetzt die Chance, die Energiewende so zu gestalten, dass alle davon profitieren.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf energetischen Gebäudesanierungen und bezahlbaren, umweltfreundlichen Heizsystemen. Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK, wies auf die Notwendigkeit gut gedämmter Wohnungen hin, um benachteiligte Haushalte zu schützen. Das Bündnis fordert zudem einen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, darunter ein bundesweites Sozialticket für 25 Euro. Ziel ist es, Klimapolitik so auszurichten, dass sie für alle funktioniert – unabhängig von Einkommen, Wohnort, Alter oder Behinderung.

Die Regierung steht vor der Frist bis zum 25. März, ihr finales Klimaschutzprogramm vorzulegen. Werden die geplanten Maßnahmen umgesetzt, könnten sie direkte finanzielle Entlastung bringen und gleichzeitig den Umstieg auf saubere Energien beschleunigen. Die Forderungen des Bündnisses zielen darauf ab, sicherzustellen, dass im Wandel niemand zurückgelassen wird.