Kinder- und Jugendarbeit in Gefahr: VKJH droht die Schließung wegen Geldmangels
Henry SeidelKinder- und Jugendarbeit in Gefahr: VKJH droht die Schließung wegen Geldmangels
Der Verband für Kinder- und Jugendarbeit (VKJH) steht vor der Schließung aufgrund finanzieller Instabilität. Die Organisation benötigt jährlich zusätzliche 120.000 Euro, um ihren Betrieb aufrechtzuerhalten – darunter auch zentrale Personalstellen. Ohne gesicherte Finanzierung bleibt ihre Zukunft ungewiss.
Seit 2021 betreibt der VKJH die OHA!-Anlaufstelle für Kinder- und Jugendrechte, die jährlich rund 300 Beratungen durchführt. Doch die Bildungsbehörde der Stadt plant nun, diese Aufgabe mit der neu geschaffenen Ombudsstelle für Kitas zusammenzulegen und die Ausschreibung neu aufzusetzen. Diese Entscheidung stößt auf Kritik beim Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe (BNO), das Bedenken gegen das erneute Vergabeverfahren äußert.
Der VKJH kämpft mit der Deckung der Verwaltungskosten und könnte sich zwar erneut um die Ombudsstelle bewerben. Doch dies würde die ohnehin knappen Ressourcen weiter belasten. Falls bis Ende Juni keine Lösung gefunden wird, muss der Verband über die Übertragung seiner 17 Einrichtungen und 27 Projekte an die örtlichen Bezirke beraten.
Das Überleben des VKJH hängt davon ab, zusätzliche Fördermittel zu sichern. Ohne diese könnte sich die Organisation auflösen, und ihre Angebote würden von den Kommunen übernommen. Der erneute Ausschreibungsprozess verschärft die ohnehin prekäre Lage weiter.






