19 February 2026, 12:02

Junge Deutsche kaufen immer öfter spontan über soziale Medien – mit riskanten Folgen

Ein belebtes Einkaufszentrum-Innere mit verschiedenen Artikeln wie Spielzeugen, Schildern, Geländern, Treppen und Lichtern sowie einigen Menschen.

Behörde warnt vor Impulskäufen über Social-Media-Apps - Junge Deutsche kaufen immer öfter spontan über soziale Medien – mit riskanten Folgen

Immer mehr junge Menschen in Deutschland tätigen Kaufentscheidungen über soziale Medien – oft spontan und ohne lange zu überlegen. Fast die Hälfte der 18- bis 29-Jährigen hat bereits über diese Plattformen eingekauft, wie aktuelle Erhebungen zeigen. Doch der Trend sorgt für Besorgnis, da einige Nutzer:innen dadurch in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

Laut den Daten haben 46 Prozent der 18- bis 29-Jährigen schon einmal über soziale Medien eingekauft. Männer greifen dabei häufiger zu als Frauen: 32 Prozent der Männer tätigten solche Käufe, bei den Frauen waren es 22 Prozent.

Besonders verbreitet ist das impulsive Kaufverhalten vor allem bei jüngeren Nutzer:innen. Rund 32 Prozent der 18- bis 29-Jährigen und 36 Prozent der 30- bis 39-Jährigen geben zu, nach dem Sehen von Inhalten in sozialen Medien spontane oder emotional geprägte Käufe getätigt zu haben.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die finanziellen Risiken sind beträchtlich: Jede:r Fünfte unter den jungen Menschen hatte bereits Probleme mit Schulden oder Geldsorgen aufgrund solcher unüberlegten Käufe. Insgesamt berichteten 12 Prozent aller Befragten von finanziellen Schwierigkeiten im Zusammenhang mit Einkäufen über soziale Medien – in der jüngsten Altersgruppe stieg dieser Anteil sogar auf 22 Prozent.

Das Fehlen klarer Werberegeln verschärft das Problem zusätzlich. Eine große Mehrheit (86 Prozent) der Befragten hält einheitliche Kennzeichnungspflichten für Werbung und kommerzielle Beiträge für unverzichtbar. Hamburgs Verbraucherschutzsenatorin Anna Gallina hat bereits vor den Gefahren von impulsiven Käufen über diese Apps gewarnt.

Die Ergebnisse zeigen, wie stark sich der Einkauf über soziale Medien – insbesondere bei jüngeren Nutzer:innen – verbreitet. Angesichts der finanziellen Belastungen vieler und der Forderungen nach strengeren Werbevorschriften könnten Behörden und Plattformen gezwungen sein, gegenzusteuern. Deutlichere Regeln und eine bessere Verbraucheraufklärung könnten helfen, die Risiken unüberlegten Kaufverhaltens zu verringern.