Immer mehr Migranten wollen Deutschland vor der Bundestagswahl verlassen

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Einer von Fünf Denkt an Auswanderung - Immer mehr Migranten wollen Deutschland vor der Bundestagswahl verlassen

Immer mehr Migrantinnen und Migranten sowie ihre Nachkommen in Deutschland überlegen, das Land zu verlassen. Eine neue Studie zeigt, dass die Emigrationsabsichten in diesen Gruppen vor der Bundestagswahl im Februar 2025 um etwa zehn Prozentpunkte gestiegen sind. Der Trend spiegelt eine breitere Unzufriedenheit mit der politischen Entwicklung und den gesellschaftlichen Haltungen wider.

Im Jahr 2024 haben tatsächlich 1,2 Millionen Menschen Deutschland verlassen. Zwar haben 21 Prozent der Befragten über eine Auswanderung nachgedacht, doch nur 2 Prozent planen konkrete Schritte innerhalb des nächsten Jahres.

Die jüngsten Erkenntnisse des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) offenbaren deutliche Unterschiede bei den Auswanderungsabsichten: Während 17 Prozent der Menschen ohne Migrationshintergrund über einen Wegzug nachdenken, liegt der Anteil bei der ersten Generation der Zugewanderten bei 34 Prozent. Bei ihren Nachkommen sind es sogar 37 Prozent.

Besonders ausgeprägt ist der Wunsch nach einem Neuanfang im Ausland bei Menschen mit familiären Wurzeln in der Türkei, dem Nahen Osten und Nordafrika – hier äußern 39 Prozent Interesse an einer Auswanderung. Es folgen Personen mit Herkunft aus der ehemaligen Sowjetunion (31 Prozent) sowie Menschen mit EU-Hintergrund (28 Prozent). Die Forscher führen den jüngsten Anstieg der Auswanderungsbereitschaft auf Frustration über das politische Klima in Deutschland zurück. Die Verschärfung der Asylpolitik, die Zunahme von Abschiebungen und der Aufstieg rechtspopulistischer, migrationsfeindlicher Positionen haben die Sorgen vor Rassismus und Diskriminierung verstärkt. Zwar spielen klassische Motive wie bessere Jobchancen, niedrigere Steuern oder familiäre Bindungen im Ausland weiterhin eine Rolle, doch rücken sie zunehmend in den Hintergrund – zugunsten politischer und gesellschaftlicher Bedenken.

Die DeZIM-Ergebnisse zu den Auswanderungsabsichten liegen etwas höher als in anderen Studien. Die häufigsten Gründe für einen möglichen Umzug bleiben die Hoffnung auf ein besseres Leben und Erfahrungen mit Diskriminierung, doch deuten aktuelle Verschiebungen darauf hin, dass politische Faktoren eine immer größere Rolle spielen.

Die Daten zeigen eine deutliche Lücke zwischen denen, die über einen Wegzug nachdenken, und denen, die diesen Schritt tatsächlich wagen: Trotz der 21 Prozent, die eine Auswanderung in Erwägung ziehen, haben nur 2 Prozent konkrete Pläne, innerhalb eines Jahres umzuziehen. Gleichzeitig prägt die politische und gesellschaftliche Lage weiterhin die Entscheidungen – insbesondere von Migranten und ihren Nachkommen. Die 1,2 Millionen Menschen, die 2024 Deutschland verlassen haben, verdeutlichen, wie sich solche Überlegungen mit der Zeit in tatsächliche Abwanderung umsetzen können.

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