Igor Severinos Comeback: Vom UFC-Skandal zum Oktagon-Titelkampf in Hamburg
Henry SeidelIgor Severinos Comeback: Vom UFC-Skandal zum Oktagon-Titelkampf in Hamburg
Igor Severino kämpft nun um den WM-Titel bei Oktagon MMA – nach einer turbulenten Phase seiner Karriere. Nach einer wechselhaften Zeit in seiner Laufbahn wird der brasilianische Kämpfer Igor Severino nun bei Oktagon MMA um den Weltmeistertitel antreten. Der 30-Jährige war im März 2024 aus der UFC ausgeschlossen worden, nachdem er seinen Gegner Andre Lima während eines Kampfes gebissen hatte. Die Aktion hatte sofortige Konsequenzen: eine Sperre und den Verlust seines UFC-Vertrags. Der Vorfall ereignete sich in einem hitzigen Gefecht gegen Lima, bei dem Severino einräumte, die Kontrolle über seine Instinkte verloren zu haben. Später bedauerte er den Biss, gab jedoch zu, dass die Folgen ihn gezwungen hätten, seine Zukunft neu zu überdenken. Kurz darauf beendete UFC-Chef Dana White seinen Vertrag, und die Nevada State Athletic Commission (NSAC) verhängte eine neunmonatige Sperre. Während der Zwangspause kämpfte Severino mit persönlichen Krisen und stand kurz davor, in Alkohol und exzessives Feiern abzurutschen. Stattdessen entschied er sich für tägliches Training und setzte alles daran, seine Karriere wieder aufzubauen. Seine Beharrlichkeit zahlte sich aus, als Oktagon MMA ihm einen neuen Vertrag anbot. Nun steht Severino vor seinem nächsten großen Kampf: Beim Oktagon 85 in Hamburg, Deutschland, trifft er auf Khurshed Kakhorov – um den vakanten Bantamgewicht-Titel. Für ihn markiert der Vorfall von damals einen Wendepunkt, der ihn zu einer neuen Stufe in seiner Kampfsportkarriere geführt hat. Die Disqualifikation und Sperre waren ein Tiefschlag, doch seine Rückkehr bietet ihm die Chance auf Rehabilitation. Der anstehende Titelkampf in Hamburg wird zeigen, ob seine neu gewonnene Disziplin und Fokussierung in einem Meisterschaftserfolg münden. Zugleich ist es sein erster großer Auftritt seit dem Ausscheiden aus der UFC.
