23 May 2026, 04:01

ifo-Chef Fuest warnt vor Deutschlands wirtschaftlichem Niedergang und fordert Reformen

Ifo-Präsident Fuest sieht Bundesregierung auf 'Kursunglück'

ifo-Chef Fuest warnt vor Deutschlands wirtschaftlichem Niedergang und fordert Reformen

Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts, hat vor einer anhaltenden Stagnation der deutschen Wirtschaft gewarnt und langfristigen Niedergang als Risiko bezeichnet. Er forderte die Bundesregierung zum schnellen Handeln auf und nannte diesen Sommer die „letzte Chance“ für wirksame Reformen. Seine Äußerungen folgen auf Jahre schwachen Wachstums und wachsende Sorgen um die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie.

Fuest betonte, dass die deutsche Wirtschaftsleistung seit 2019 nicht mehr gewachsen sei – sieben Jahre ohne Fortschritt. Den leichten Anstieg des ifo Geschäftsklimaindex im Mai bezeichnete er als trügerisch und ohne echte Verbesserung.

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Er kritisierte die Wachstumsstrategie von Bundeskanzler Friedrich Merz scharf: Nach einem Jahr im Amt habe sie keine Ergebnisse gebracht. Zudem warnte Fuest, die öffentlichen Finanzen Deutschlands steuerten auf einen „Crashkurs“ zu – mit steigenden Schulden und Ausgabenlasten.

Deutschland nannte er das „Epizentrum des zweiten China-Schocks“ und verwies dabei auf Analysen des Centre for European Reform. Das Land drohe, Italiens Weg zu folgen, wo ein ähnlicher wirtschaftlicher Schock zu anhaltender Stagnation geführt habe.

Zur Industrie sagte Fuest, Deutschland solle schon froh sein, wenn überhaupt noch Autos produziert würden. Er verwies auf VWs Pläne, in deutschen Werken chinesisch entwickelte Elektroautos zu bauen – ein Zeichen für die Verschiebung der industriellen Machtverhältnisse.

Fuests Warnungen kommen zu einer Zeit, in der Deutschland mit anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen kämpft. Ohne dringende Reformen droht das Land im globalen Wettbewerb weiter zurückzufallen. Die Regierung steht nun unter Druck, das aktuelle Zeitfenster für Veränderungen zu nutzen, bevor es sich schließt.

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