HPE-Tagung in Mainz: Neue EU-Regeln, KI und stabile Lieferketten im Fokus
Henry SeidelHPE-Tagung in Mainz: Neue EU-Regeln, KI und stabile Lieferketten im Fokus
Rund 140 Mitglieder des Verbandes der Holzverpackungs-, Paletten- und Exportverpackungsindustrie (HPE) trafen sich in Mainz zur jährlichen Frühjahrstagung. Im Mittelpunkt standen aktuelle regulatorische Entwicklungen, geopolitische Risiken sowie digitale Innovationen in der Holzverpackungsbranche.
Eröffnet wurde die Konferenz mit Diskussionen zur neuen EU-Verpackungsverordnung (PPWR). Viele Fragen zur Umsetzung blieben offen, weshalb der HPE einen branchenbezogenen Leitfaden veröffentlichte. Dieser erläutert rechtliche Pflichten, Fristen und Schritte zur Einhaltung der Vorschriften.
Gordon Schnieder, designierter Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, nahm an der Veranstaltung teil und sprach mit den Teilnehmenden über Herausforderungen und Chancen für kleine und mittlere Unternehmen. Der ehemalige Generalleutnant Christian Badia analysierte globale Bedrohungen und deren mögliche Auswirkungen auf Handel und Industrie. Er betonte die Notwendigkeit widerstandsfähigerer Lieferketten.
KI-Expertin Verena Fink zeigte auf, wie künstliche Intelligenz KMU unterstützen kann, und informierte über Förderprogramme. Zudem wurde mit PaC-Express eine neue Software für 3D-Konstruktion und Statik vorgestellt, deren Markteinführung noch in diesem Jahr geplant ist.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem HPECycle-Netzwerk, einem bundesweiten System zur Rücknahme und Reparatur gebrauchter Paletten. Es könnte bald als erweiterte Herstellerverantwortung im Sinne des deutschen Verpackungsgesetzes fungieren.
Die Tagung bot Einblicke in regulatorische, technologische und geopolitische Themen, die die Branche bewegen. Mit dem neuen HPE-Leitfaden und der Erweiterung von HPECycle will der Verband Unternehmen bei der Anpassung an Veränderungen unterstützen. PaC-Express und KI-Lösungen bieten zusätzliche Werkzeuge für den Fortschritt der Industrie.
