23 January 2026, 16:03

HHLA setzt 2026 auf ferngesteuerte Containerbrücken für den Hamburger Hafen

Ein großes Containerschiff liegt im Wasser mit zahlreichen Containern im Vordergrund und einem Kran auf der rechten Seite, unter einem klaren Himmel.

Erste ferngesteuerte Containerbrücken bereit für den Betrieb - HHLA setzt 2026 auf ferngesteuerte Containerbrücken für den Hamburger Hafen

Hamburg News: Hafenbetreiber HHLA führt ab Februar 2026 erste ferngesteuerte Containerbrücken ein

Die neuen Anlagen, hergestellt vom Schweizer Hersteller Liebherr, werden zunächst am Terminal Altenwerder getestet, bevor sie in vollem Umfang eingesetzt werden. Jede dieser Krananlagen kostet im niedrigen zweistelligen Millionenbereich, weitere Bestellungen werden geprüft.

Der Schritt folgt auf die Ausweitung automatisierter Kräne durch den Konkurrenten Eurogate in Wilhelmshaven und Hamburg – ein klares Signal für den Trend zu hochtechnisierter Abfertigung in deutschen Häfen.

Die ferngesteuerten Containerbrücken werden von einem Bürogebäude aus bedient, wo rund 70 Mitarbeiter bereits darin geschult wurden, sie per Videostream und Joystick zu steuern. Die Maschinen sind in der Lage, Megaschiffe mit bis zu 16.000 Standardcontainern abzufertigen und steigern damit die Kapazität deutlich.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Hamburgs Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard sieht in der neuen Technologie ein Mittel zur Steigerung der Umschlagseffizienz. HHLA prüft zudem künftige Aufträge beim chinesischen Marktführer ZPMC – abhängig von Leistung und Nachfrage.

Die Einführung ferngesteuerter Containerbrücken markiert einen bedeutenden Modernisierungsschritt für den Hamburger Hafenbetrieb. Mit der Automatisierungsoffensive von HHLA und Eurogate bereiten sich die Terminals der Stadt auf schnellere und effizientere Containerabfertigung in den kommenden Jahren vor. Die ersten Systeme nehmen Anfang 2026 den Betrieb auf, weitere Ausbaustufen sind bis Ende des Jahrzehnts geplant.