Drei-Spiel-Sperre für Kownacki: Hertha legt Protest ein - Hertha BSC kämpft gegen dreispielige Sperre für Stürmer Kownacki
Hertha BSC wehrt sich gegen eine dreispielige Sperre für Stürmer Dawid Kownacki, die nach einer Roten Karte im Sonntagsspiel beim 2:2 gegen Darmstadt verhängt wurde. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wertete sein Foul an Luca Marseiler als rücksichtslos und ohne Ballabsicht. Der Verein hält die Strafe für überzogen und hat Berufung eingelegt.
Kownacki war während der Partie wegen brutalen Spiels vom Platz gestellt worden. Das DFB-Sportgericht bestätigte im Nachhinein die Rote Karte und bezeichnete sein Tackling als gefährlich und unnötig. Hertha BSC kündigte umgehend an, gegen den Beschluss vorzugehen, da die Strafe in keinem Verhältnis zur Tat stehe.
Der Ausfall des Angreifers käme für Hertha zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Verletzungen haben ihn in dieser Saison bereits auf nur sieben Pflichtspieleinsätze beschränkt. Ein Knöchelproblem im Herbst zwang ihn wochenlang zur Pause, gefolgt von einer Infektion, die ihm die Teilnahme am Wintertrainingslager unmöglich machte. Sein einziger kurzer Comeback-Auftritt erfolgte Anfang dieses Monats als Einwechselspieler gegen Schalke 04.
Ohne Kownacki setzt Hertha auf Alternativen wie Luca Schuler im Sturm. Trotz Torchancen fällt dem Team das Tore schießen schwer. Ein weiterer Ausfall des Stürmers für drei Spiele würde die Offensive in einer entscheidenden Phase zusätzlich schwächen.
Das Berufungsverfahren wird nun zeigen, ob die Sperre für Kownacki bestehen bleibt. Sollte sie bestätigt werden, müsste Hertha die Sturmreihe erneut umstellen. Die ohnehin schon bestehenden Torprobleme des Vereins könnten sich ohne eine seiner wichtigsten Offensivkräfte weiter verschärfen.
