Heimliche Duschaufnahmen: Wiesbadener Prozess gegen 26-Jährigen beginnt im Februar
Lina Fuchs"Wir wurden heimlich beim Duschen gefilmt" - Heimliche Duschaufnahmen: Wiesbadener Prozess gegen 26-Jährigen beginnt im Februar
In Wiesbaden muss sich ein 26-jähriger Mann ab dem 6. Februar vor dem Amtsgericht wegen des Vorwurfs verantworten, Frauen heimlich beim Duschen gefilmt zu haben. Der Angeklagte, ein ehemaliger Mitbewohner und Hauptmieter einer Wohngemeinschaft, soll eine in einem Radiowecker verborgene Kamera genutzt haben. Die Polizei hat das Gerät sowie seinen Laptop und Festplatten sichergestellt.
Die Frauen entdeckten die Kamera, nachdem sie ein unbekanntes Gerät am WLAN-Router bemerkt hatten. Zu den Opfern zählen Vanessa, eine ehemalige Mitbewohnerin und Nebenklägerin, sowie ihre Schwester Jasmin, die ebenfalls in der Wohnung lebte. Beide sind durch den massiven Eingriff in ihre Privatsphäre tief verunsichert.
Eine weitere Betroffene, Tara, äußerte Frustration darüber, dass der Angeklagte weiterhin in derselben Wohnung wohnt. Die Frauen haben Anzeige wegen Verletzung ihrer persönlichen Privatsphäre und Persönlichkeitsrechte erstattet.
Der Prozess beginnt am 6. Februar vor dem Amtsgericht Wiesbaden.
Im Mittelpunkt des Falls stehen Vorwürfe der heimlichen Videoaufnahmen mithilfe eines Radioweckers mit versteckter Kamera. Die Ermittlungsbehörden haben das Gerät sowie digitale Speichermedien als Beweismittel sichergestellt. Das Urteil wird zeigen, ob der Angeklagte der Privatsphäreverletzungen für schuldig befunden wird.
