Hapag-Lloyd und Maersk wagen riskante Rückkehr durch das Rote Meer
Moritz HartmannHapag-Lloyd kehrt in den Roten Meer und den Suezkanal zurück - Hapag-Lloyd und Maersk wagen riskante Rückkehr durch das Rote Meer
Hapag-Lloyd und Maersk nehmen Schifffahrt durch das Rote Meer und den Suezkanal wieder auf
Nach einer zweijährigen Unterbrechung haben Hapag-Lloyd und Maersk die Schifffahrt durch das Rote Meer und den Suezkanal wiederaufgenommen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund wiederholter Angriffe durch Huthi-Milizen in der Region. Beide Unternehmen setzen nun auf militärischen Schutz, um die sichere Passage ihrer Schiffe zu gewährleisten.
Die ersten Schiffe, die den Suezkanal im Rahmen des wiederaufgenommenen Dienstes durchquerten, waren die Albert Maersk und die Astrid Maersk. Diese Einheiten sind Teil der IMX-Route, einem gemeinsamen Betrieb von Hapag-Lloyd und Maersk im Rahmen ihrer Gemini Cooperation. Die seit Februar 2023 aktive Partnerschaft verwaltet 29 Hauptlinien-Dienste und 29 Zubringerverbindungen auf den wichtigsten Ost-West-Handelsrouten.
Der Suezkanal und die Straße von Bab al-Mandab bleiben kritische Engpässe für den globalen Schiffsverkehr. Dennoch meiden die meisten Reedereien weiterhin das Rote Meer wegen der anhaltenden Bedrohung durch die Huthi-Rebellen. Stattdessen wählen sie die Umfahrung Afrikas, was die Reisezeiten und Kosten deutlich erhöht.
Hapag-Lloyd und Maersk sind die einzigen großen Unternehmen, die seit Februar 2024 offiziell wieder den Suezkanal passieren. Keine andere Reederei hat bisher ähnliche Pläne angekündigt, sodass die Route von der Konkurrenz weitgehend gemieden wird.
Der IMX-Dienst wird nun mit militärischer Begleitung betrieben, um weitere Angriffe abzuwehren. Während Hapag-Lloyd und Maersk in die Region zurückgekehrt sind, halten die meisten Schifffahrtsunternehmen weiterhin Abstand vom Roten Meer. Die Entscheidung, ob umgeleitet oder die Route wieder genutzt wird, hängt von der individuellen Risikobewertung und den Sicherheitsvorkehrungen jedes Unternehmens ab.
