Hamburgs neuer Sozialindex verändert Personal und Förderung an 329 Schulen
Emma KrügerHamburg aktualisiert sozialen Index für alle Schulen - Hamburgs neuer Sozialindex verändert Personal und Förderung an 329 Schulen
Hamburgs Schulbehörde hat den Sozialindex für alle 329 öffentlichen allgemeinbildenden Schulen aktualisiert. Die Änderungen wirken sich ab dem 1. August auf die Personalausstattung und Förderprogramme aus. Schulen in sozial schwierigeren Umfeldern können künftig zusätzliche Ressourcen erhalten, darunter kleinere Klassen und erweiterten Sprachunterricht.
Der neu berechnete Index, der vom Institut für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung überprüft wurde, spiegelt Verschiebungen in der lokalen Bevölkerungsstruktur wider. Einige Schulen erhalten mehr Personal, während andere ihre Belegschaft schrittweise abbauen müssen – gemäß den neuen Regelungen.
Der Sozialindex reicht von eins bis sechs, wobei sechs die günstigsten Bedingungen anzeigt. Bei der aktuellen Aktualisierung verschlechterten sich die Bewertungen von 22 staatlichen Grundschulen, während sich 19 verbesserten. Vier Stadtteilschulen stiegen eine Stufe auf, drei rutschten ab. Bei den Gymnasien verbesserten sich zwei, vier fielen jedoch im Ranking zurück.
Schulen mit einem hohen Anteil benachteiligter Schüler können nun bis zu 50 Prozent mehr Lehrkräfte erhalten. Einrichtungen mit einem niedrigeren Sozialindex bekommen ab nächsten Monat zusätzliches Personal. Schulen mit verbesserten Bewertungen müssen ihre Belegschaft jedoch schrittweise reduzieren – um nicht mehr als 2,5 Prozent pro Jahr.
Die Anpassungen zielen darauf ab, die Ressourcen bedarfsgerecht zu verteilen. Schulen mit größeren Herausforderungen können zudem kleinere Klassen, zusätzlichen Sprachunterricht und spezielle Förderprogramme einführen. Die Behörde hat nicht mitgeteilt, wie viele der 22 Grundschulen mit verschlechterten Bewertungen in Hamburgs ärmsten Vierteln liegen.
Der aktualisierte Sozialindex bringt Veränderungen bei Personal und Förderung an Hamburgs Schulen mit sich. Ab August erhalten einige Schulen zusätzliche Lehrkräfte und erweiterte Programme, während andere schrittweise zurückfahren müssen. Die Änderungen basieren auf einer detaillierten Analyse der Stadtteilbedingungen und der Schülerschaft.
