06 March 2026, 20:01

Hamburgs Matthiae-Mahl 2025: Tradition trifft auf Handelskrise mit den USA

Ein Plakat, das das US-Handelsdefizit nach Ländern in Milliarden US-Dollar zeigt, mit einer diagrammatischen Darstellung aus farbigen Kreisen, die verschiedene Länder darstellen, und begleitendem Text, der weitere Informationen bereitstellt.

Tschentscher kritisiert US-Handelspolitik - Hamburgs Matthiae-Mahl 2025: Tradition trifft auf Handelskrise mit den USA

Hamburgs historisches Matthiae-Mahl stand in diesem Jahr unter dem Motto Europas Souveränität im geopolitischen Umbruch. Die seit 1356 bestehende Veranstaltung begrüßte rund 400 Gäste, darunter die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa. Gleichzeitig sieht sich die Hansestadt im Handel mit neuen Herausforderungen konfrontiert, da die Exporte in die USA unter den jüngsten Zöllen einbrechen.

Das Matthiae-Mahl 2025, das älteste durchgehend stattfindende Bankett der Welt, vereinte politische und wirtschaftliche Führungskräfte. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher nutzte die Gelegenheit, um die von Ex-US-Präsident Donald Trump eingeführten Zollmaßnahmen zu kritisieren. Diese haben die Stadt hart getroffen: Die Exporte in die USA gingen in den ersten drei Quartalen des Jahres um über 60 Prozent zurück.

Trotz dieses drastischen Rückgangs stiegen Hamburgs GesamtHandelszahlen weiterhin an. Die Stadt gleicht die Verluste aus, indem sie ihre Exporte in andere Märkte ausweitet. Als historischer Handelsplatz bleibt Hamburg dem internationalen Handel verpflichtet und unterstützt EU-Freihandelsabkommen wie CETA mit Kanada und das Mercosur-Abkommen mit Lateinamerika.

Hamburgs Wirtschaft bleibt jedoch anfällig für globale Schocks – von geopolitischen Spannungen bis hin zu Lieferkettenengpässen. Um Risiken zu verringern, sucht die Stadt aktiv nach neuen Handelspartnern und diversifiziert ihre Märkte. Die USA und China bleiben zwar zentrale Partner, doch die Verantwortlichen drängen nun auf engere Beziehungen zu aufstrebenden Volkswirtschaften.

Das Matthiae-Mahl unterstrich Hamburgs doppelten Fokus auf Tradition und wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit. Zwar haben die US-Zölle die Exporte stark belastet, doch das allgemeine Handelswachstum der Stadt zeigt ihre Anpassungsfähigkeit. Künftig wird Hamburg weiterhin neue Abkommen und Partnerschaften anstreben, um seine Position im Welthandel zu sichern.

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