Hamburgs Kolonnaden-Promenade wird bis 2029 zum grünen Treffpunkt umgestaltet
Lina FuchsHamburgs Kolonnaden-Promenade wird bis 2029 zum grünen Treffpunkt umgestaltet
Hamburgs historische Kolonnaden-Promenade steht vor einer radikalen Umgestaltung, nachdem ein Designwettbewerb eine visionäre Neuinterpretation des Areals ausgewählt hat. Das lokale Büro TREIBHAUS Landschaftsarchitektur setzte sich mit seinem Entwurf für die Strecke zwischen Jungfernstieg und der Esplanade durch – ein Konzept, das denkmalschützerische Aspekte mit modernen städtischen Anforderungen verbindet. Bis 2029 soll hier ein grünerer, zugänglicherer Ort entstehen.
Der Wettbewerb suchte nach einem Design, das Ästhetik, Funktionalität und wirtschaftliche Attraktivität der Promenade steigert. Der Vorschlag von TREIBHAUS überzeugte durch klare Linienführung und Präzision und fand die richtige Balance zwischen Bewahrung des historischen Erbes und zeitgemäßer Nutzung. Die Jury lobte insbesondere die zurückhaltende, aber durchdachte Einbindung des bestehenden Charakters der Anlage.
Die Neugestaltung sieht deutlich strukturierte Räume, mehr Grünflächen und eine verkehrsberuhigte Kernzone vor. Der Gustav-Mahler-Platz wird zum grünen Zentrum des Viertels, mit Vorrang für Radverkehr und einer umgestalteten Verkehrsführung. Die Arkadengänge selbst erhalten ein neu interpretiertes Plattenpflaster, das ihren markanten Charakter unterstreicht. Die Bauarbeiten sollen 2029 beginnen, nachdem das Konzept in Zusammenarbeit mit der BID-Initiative Quartier Kolonnaden und den lokalen Behörden weiter verfeinert wird.
Finanziert wird das Projekt über das Hamburger Business Improvement District (BID)-Modell, das seit 2005 städtische Aufwertungen fördert. Ziel ist ein durchgängiges Raumkonzept, das Jungfernstieg und Esplanade sowohl optisch als auch funktional verbindet. Nach Fertigstellung soll die Promenade als lebendiger, inklusiver und zukunftsfähiger Treffpunkt dienen – ein Ort, der das historische Erbe der Kolonnaden bewahrt und gleichzeitig moderne Ansprüche erfüllt.
Die Umgestaltung markiert einen wichtigen Schritt in der Revitalisierung einer der bekanntesten Flaniermeilen Hamburgs. Mit Baubeginn 2029 wird das Projekt die Attraktivität des Gebiets für Anwohner, Unternehmen und Besucher gleichermaßen steigern. Der neue Entwurf setzt auf mehr Grün, geordneten Verkehr und eine nahtlose Verbindung zwischen den zentralen Stadtdestinationen.
