Hamburgs autofreies Wohnprojekt in Wilhelmsburg sorgt für Streit und wird gestoppt

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Autos und Fahrräder unter einer Brücke mit wenigen Fahrzeugen vor einem Gebäude

Hamburgs autofreies Wohnprojekt in Wilhelmsburg sorgt für Streit und wird gestoppt

Neue Wohnungen werden nur an Mieter ohne Auto reserviert - Autoscout24

In Hamburg-Wilhelmsburg sollen neue Wohnungen nur an Personen ohne Auto vergeben werden, was unter Juristen und Politikern für Aufsehen sorgt.

  1. Dezember 2025, 02:18 Uhr

Hamburgs städtischer Wohnungsanbieter Saga hat die Pläne für ein umstrittenes autofreies Wohnprojekt in Wilhelmsburg vorerst gestoppt. Das Vorhaben sah vor, 58 neue Wohnungen ausschließlich an Bewohner ohne eigenes Auto zu vergeben. Kritiker, darunter Rechtswissenschaftler und Politiker, monieren jedoch Bedenken hinsichtlich Datenschutz und Chancengleichheit.

Das geplante Quartier in der Georgswerder Kirchenwiese war als 'autoreduziertes Wohnviertel' konzipiert. Saga wollte Mieter ohne Pkw bevorzugen und die Wohnungen zu einer Grundmiete von 7,25 Euro pro Quadratmeter anbieten. Zum Konzept gehörten zudem Gemeinschaftseinrichtungen wie eine Carsharing-Station, 20 Stellplätze für Lastenräder und Abstellmöglichkeiten für 140 Fahrräder.

Ob das Projekt in der geplanten Form umgesetzt wird, bleibt ungewiss: Saga überprüft derzeit das Vorgehen. Sollte es realisiert werden, wären die Wohnungen zwar weiterhin mit Anreizen für ein Leben ohne Auto verbunden - doch rechtliche und politische Hürden könnten Änderungen erzwingen. Die Debatte zeigt, wie stark in Hamburg nachhaltige Stadtplanung und individuelle Freiheitsrechte aufeinandertreffen.