26 March 2026, 14:01

Hamburgs antifaschistisches Bündnis kämpft seit 20 Jahren gegen Rechtsextremismus und Hassgewalt

Eine Gruppe von Menschen hält ein Banner mit der Aufschrift "Öffnet die Grenzen, rettet Leben, kämpft gegen Faschismus" vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Mast, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße.

Hamburgs antifaschistisches Bündnis kämpft seit 20 Jahren gegen Rechtsextremismus und Hassgewalt

Hamburgs Kampf gegen Rechtsextremismus wird seit Jahren konsequenter geführt. Seit fast zwei Jahrzehnten setzt sich das Hamburger Bündnis gegen Rechts, eine vielfältige Initiative, mit Protesten, juristischen Schritten und Aufklärungsarbeit gegen extremistische Strömungen zur Wehr. Dies geschieht vor dem Hintergrund alarmierender Berichte über einen deutlichen Anstieg gewalttätiger Hasskriminalität in der Stadt.

Das Bündnis vereint Aktivist:innen, Vermieter:innen und Jurist:innen unter einem gemeinsamen Ziel: der Bekämpfung des Faschismus in all seinen Ausprägungen. Es organisiert Demonstrationen gegen rechtsextreme Parteien wie die AfD, Verschwörungsideolog:innen und extremistische Netzwerke. Zudem dokumentiert es Verbindungen zwischen rechtsextremen Gruppen und konservativen Akteur:innen in Hamburg.

2024 ging das Bündnis rechtlich gegen Behinderungen von Demonstrationsrouten vor, nachdem es zu Auseinandersetzungen mit den Behörden gekommen war. Gleichzeitig kritisierte es den rot-grünen Senat der Stadt dafür, den Mord an Süleyman Taşköprü durch den nationalsozialistischen Untergrund (NSU) im Jahr 2001 nicht umfassend aufgeklärt zu haben. Durch gezielte Kampagnen störte das Bündnis AfD-Veranstaltungen und setzte Vermieter:innen unter Druck, extremistischen Gruppen keine Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Sein Einfluss zeigte sich besonders bei der Landtagswahl 2025, als die AfD ein Ergebnis unter dem Bundestrend erzielte. Dennoch stieg die Gewalt im Zusammenhang mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit im Vergleich zu 2023 um über 50 Prozent. Trotz dieser Entwicklung bleibt das Bündnis kompromisslos: Es lehnt keine Form antifaschistischen Handelns ab – solange es dem Grundsatz entspricht, geschlossen gegen die extreme Rechte vorzugehen.

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Mit seiner langjährigen Strategie aus Protesten, Dokumentation und juristischen Auseinandersetzungen hat das Bündnis die politische Landschaft Hamburgs geprägt. Seine Arbeit führte zu Gerichtserfolgen, beeinflusste Wahlergebnisse und erhöhte die öffentliche Aufmerksamkeit für extremistische Netzwerke. Angesichts der weiter steigenden Hasskriminalität sieht es sich jedoch mit neuen Herausforderungen in der Stadt konfrontiert.

Quelle