Hamburger SV kassiert Rekordstrafe von über 500.000 Euro für Fan-Krawalle
Moritz HartmannDFB Sportgericht: HSV muss €503.400 Strafe zahlen - Hamburger SV kassiert Rekordstrafe von über 500.000 Euro für Fan-Krawalle
Hamburger SV muss Rekordstrafe von 503.400 Euro für Fan-Ausschreitungen zahlen
Der Hamburger SV ist wegen unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger mit einer hohen Geldstrafe von 503.400 Euro belegt worden. Die Sanktion folgt auf mehrere Vorfälle während der Spiele in dieser Saison. Kein anderer Bundesligaverein musste in den vergangenen Jahren vergleichbare Strafen hinnehmen.
Der größte Teil der Strafe – 300.000 Euro – geht auf Krawalle beim Nordderby gegen Werder Bremen am 7. Dezember zurück. Fans zündeten mindestens 78 Bengalos, 51 Blitzlichter und fünf Rauchbomben. Kurz vor der zweiten Halbzeit wurden zudem vier Batterien mit über 80 Rauchraketen abgefeuert, was zu einer achtminütigen Spielunterbrechung führte.
Schon das Spiel gegen den 1. FC Köln am 2. November hatte eine Strafe von 113.400 Euro zur Folge, wovon 37.800 Euro in die Verbesserung der eigenen Sicherheitsvorkehrungen des Vereins fließen müssen. Das DFB-Sportgericht fasste Geldbußen für acht einzelne Vorfälle zusammen, wobei die Ausschreitungen beim Bremen-Spiel am kostspieligsten waren.
Ein Teil der Gesamtstrafe – 100.000 Euro – ist für Sicherheits- oder Präventivmaßnahmen des Hamburger SV vorgesehen. Der Verein steht nun vor der Aufgabe, das Fanverhalten in den Griff zu bekommen, um weitere Strafen zu vermeiden.
Die Entscheidung des DFB markiert die erste größere Bestrafung wegen Fan-Ausschreitungen bei einem Bundesligisten seit zwei Jahren. Der Hamburger SV muss nun strengere Kontrollen einführen, um künftige Verstöße zu verhindern. Die Strafgelder fließen direkt in Sicherheitsaufrüstungen und abschreckende Maßnahmen.
