Hamburg verschärft Kampf gegen Schulschwänzen – Bußgelder steigen drastisch
Lina FuchsMehr Verstöße gegen Schulbesuchsregeln in den Ferienzeiten - Hamburg verschärft Kampf gegen Schulschwänzen – Bußgelder steigen drastisch
Unentschuldigtes Schulschwänzen in Hamburg steigt stark an
In Hamburg haben unentschuldigte Schulfehlzeiten in den vergangenen zwei Jahren deutlich zugenommen. Offizielle Zahlen zeigen einen Anstieg um 25 Prozent – weit über dem Bundesschnitt. Eltern müssen zunehmend mit Strafen rechnen, wenn sie ihre Kinder ohne Genehmigung vom Unterricht fernhalten.
Die Hamburger Schulbehörde verzeichnete im vergangenen Jahr 328 Fälle unentschuldigten Fernbleibens, die jeweils mit Bußgeldern geahndet wurden. Der Trend verschärft sich stetig: 2024 waren es 303 Fälle, im Vorjahr 225. Bundesweit lag der durchschnittliche Anstieg bei 15 Prozent, wobei die Entwicklung in den Ländern unterschiedlich ausfiel: Bayern meldete einen Rückgang um 8 Prozent, während Nordrhein-Westfalen und Berlin Zuwächse von 12 bzw. 18 Prozent verzeichneten.
Nach den deutschen Schulpflichtgesetzen müssen Schülerinnen und Schüler regelmäßig am Unterricht teilnehmen, sofern sie nicht offiziell entschuldigt sind. Das Hamburger Schulgesetz lässt Ausnahmen nur in dringenden Fällen oder bei alternativer Beschulung zu. Die Behörde kontrolliert weder Flughäfen noch Bahnhöfe – die Anwesenheitsüberprüfung obliegt den Lehrkräften in den Schulen.
Bei Verstößen beginnen die Bußgelder bei 250 Euro pro Kind. Wiederholte Vorfälle mit Geschwistern erhöhen die Strafe auf 350 Euro. Die Behörden betonen, dass unentschuldigtes Fehlen den Lernerfolg beeinträchtigt und die Schulen zusätzlich belastet.
Angesichts des deutlichen Anstiegs setzt Hamburg nun auf strengere Kontrollen. Da Bußgelder bei Verstößen mittlerweile Standard sind, werden Eltern an ihre gesetzlichen Pflichten erinnert. Die Schulen überwachen die Anwesenheit weiterhin genau, während das Problem weiterhin besteht.
