Hamburg rettet Heimfelder Holz als öffentlichen Urwald für bedrohte Arten
Henry SeidelHamburgs Umweltbehörde kauft Waldparzelle - Hamburg rettet Heimfelder Holz als öffentlichen Urwald für bedrohte Arten
Hamburg übernimmt Heimfelder Holz vollständig in öffentlichen Besitz
Hamburg hat die vollständige öffentliche Trägerschaft über das Naturschutzgebiet Heimfelder Holz übernommen, nachdem die Stadt zusätzlich 43 Hektar Wald erworben hat. Mit diesem Schritt wird ein seltener Urwald langfristig geschützt – ein Lebensraum für Hunderten bedrohten Arten.
Das Schutzgebiet umfasst nun rund 88 Hektar und war 2021 offiziell ausgewiesen worden. Der Mischwald spielt eine entscheidende Rolle im Klimaschutz und bietet 440 Käferarten ein Zuhause – davon sind 122 selten oder vom Aussterben bedroht. Auch mehrere Fledermaus- und Vogelarten sind auf das Gebiet als Überlebensraum angewiesen.
Durch den Kauf entfallen laufende Ausgleichszahlungen, die mit strengen forstwirtschaftlichen Auflagen verbunden waren. Umweltsenatorin Katharina Fegebank bezeichnete den dauerhaften Schutz als "einen Gewinn für Mensch und Natur".
Geplant sind neue Wanderwege, die Besucher:innen über ausgewiesene Pfade leiten, um den Zugang zum Schutzgebiet zu ermöglichen und gleichzeitig die empfindlichen Ökosysteme zu bewahren.
Mit der Erweiterung des öffentlichen Besitzes sichert Hamburg eines der artenreichsten Wälder der Stadt für kommende Generationen. Das Reservat wird weiterhin bedrohte Tierarten schützen und zur Klimaresilienz beitragen. Zudem soll durch das neue Wegenetz ein Ausgleich zwischen Artenschutz und kontrolliertem öffentlichem Zugang gelingen.






