04 March 2026, 20:25

Hamburg baut riesigen Wärmespeicher – Kohleausstieg rückt näher

Ein großes Wärmetauschergerät in einem Gebäude mit einem Boden, einer Wand und Fenstern, das mit verschiedenen Komponenten und Kabeln verbunden ist.

Energiekraftwerke beginnen mit dem Bau eines Wärmespeichers - Hamburg baut riesigen Wärmespeicher – Kohleausstieg rückt näher

Hamburg hat einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum Kohleausstieg gemacht: Im Osten der Stadt hat die Hamburger Energiewerke mit dem Bau eines großen Wärmespeichers begonnen, der das Kohlekraftwerk Tiefstack ersetzen soll. Die Anlage wird heißes Wasser speichern, das über das Fernwärmenetz verteilt wird, und bietet damit eine umweltfreundlichere Alternative zu fossilen Brennstoffen.

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Der Wärmespeicher ist Teil eines umfassenden Energiepark-Konzepts. Neben dem Speichersystem wird eine Flusswasser-Wärmepumpe installiert. Zudem stellt das bestehende Kohlekraftwerk von Kohle auf Gas um, was die Emissionen weiter reduziert.

Die Bauarbeiten sollen bis Ende 2027 abgeschlossen sein, der Speicher wird voraussichtlich Anfang 2029 in Betrieb genommen. Das Projekt passt zu Hamburgs Ziel, Steinkohle aus dem Fernwärmenetz der Stadtwerke (Stadtnetz) bis Ende 2030 vollständig zu verbannen. Energiesenatorin Katharina Fegebank (Grüne) bestätigte diesen Zeitplan und betonte, der Energiepark werde sicherstellen, dass Hamburg spätestens 2030 aus der Kohle aussteigt.

Die Hamburger Energiewerke finanzieren das Vorhaben mit einem Investitionsvolumen im niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Weitere Förderung kommt vom Bundeswirtschaftsministerium und der Europäischen Union, die genauen Summen wurden jedoch nicht genannt.

Nach Fertigstellung wird die Anlage eine nachhaltigere Wärmeversorgung für Hamburg ermöglichen. Der Umstieg von Kohle auf Gas und die Ergänzung durch den Wärmespeicher verringern die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. Die Stadt bleibt damit auf Kurs, die Fernwärme bis in sechs Jahren komplett kohlefrei zu gestalten.