11 May 2026, 10:01

Grüne in Rheinland-Pfalz setzen auf weibliche Doppelspitze nach Wahldebakel

Drei Frauen in traditioneller Kleidung halten ein Blatt Papier mit der Aufschrift "Wahlrecht für Frauen: Die Women's Social & Political Union" gegen einen hellblauen Himmel mit weißen Wolken.

Grüne in Rheinland-Pfalz setzen auf weibliche Doppelspitze nach Wahldebakel

Die Grünen in Rheinland-Pfalz wählen erstmals ein rein weibliches Führungsteam

Bei einer jüngsten Parteiversammlung haben die Grünen in Rheinland-Pfalz erstmals ein rein weibliches Doppelspitzenteam gewählt – ein Neuanfang nach der jüngsten Wahlniederlage der Partei. Gleichzeitig skizzierten die Grünen Pläne, um wieder stärker mit den Wählerinnen und Wählern in der Region in Kontakt zu treten.

Christian Sauer, seit 2019 Stadträtin in Mainz, sicherte sich eine der beiden Vorsitzpositionen mit 63,37 Prozent der Stimmen. Zuvor hatte sie von Ende 2021 bis Anfang 2025 den Mainzer Kreisverband der Grünen geleitet. Ihre Erfahrung in der Kommunalpolitik prägte ihren Wahlkampf, in dem sie den Aufbau von Vertrauen – sowohl auf kommunaler als auch auf Bundesebene – bis 2031 in den Mittelpunkt stellte.

Die zweite Co-Vorsitzende ist Carolin Cloos aus Worms, die mit 72,28 Prozent der Stimmen gewählt wurde. Das Duo übernimmt nun die strategische Führung der Partei, nachdem die Grünen bei der Landtagswahl nur noch 7,9 Prozent erreichten – ein Ergebnis, das ihre 15-jährige Regierungsbeteiligung im Land beendete.

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Zur Fraktionsvorsitzenden im Mainzer Landtag wurde Katrin Eder bestimmt. Als Oppositionsführerin kündigte sie an, die Landesregierung in zentralen Fragen vorantreiben zu wollen. Die Partei verpflichtete sich zudem zu mehr Bürgerdialog und versprach, direkt in den Städten und Gemeinden auf die Wählerinnen und Wähler zuzugehen.

Die neue Führung steht vor der Aufgabe, bis 2031 wieder an Einfluss zu gewinnen. Zu den vordringlichen Zielen gehören der Ausbau der lokalen Verankerung und eine höhere Sichtbarkeit in ganz Rheinland-Pfalz. Das rein weibliche Team soll die Grünen nun zurück in die Regierung führen – spätestens bei den nächsten Wahlen.

Quelle