04 February 2026, 02:59

G20-Gipfel 2017: Klimaschutz scheitert an Trumps Blockade und wachsenden Handelskonflikten

Ein brauner Hintergrund mit einer Aussage, dass die Benzinpreise um $1,60 von ihrem Höchststand gesunken sind und Familien vor den Feiertagsreisen Erleichterung bringen, während eines globalen Konflikts.

G20-Gipfel 2017: Klimaschutz scheitert an Trumps Blockade und wachsenden Handelskonflikten

Der G20-Gipfel 2017 in Hamburg endete am 8. Juli ohne größere Durchbrüche in den Bereichen Klimaschutz oder globale Armutsbekämpfung. Zwei Tage lang hatten die Staats- und Regierungschefs der 20 größten Volkswirtschaften der Welt beraten, doch tiefe Gräben – insbesondere beim Pariser Klimaabkommen – überschatten die Veranstaltung. Die Weigerung des US-Präsidenten Donald Trump, das Klimaabkommen zu unterstützen, prägte die angespannte Stimmung des Treffens.

Der Gipfel fand vor dem Hintergrund wachsender Spannungen statt. Trump reiste mit einer harten Haltung in Handelssachen an und drohte mit hohen Zöllen auf Stahlimporte aus der EU und China. Als Reaktion kündigte die EU Gegenmaßnahmen an, was die Sorge vor einem neuen Handelskonflikt schürte.

Die Klimapolitik entwickelte sich zum sichtbarsten Zankapfel. Während sich 19 Mitglieder erneut zum Pariser Abkommen bekannten, verweigerte Trump die Unterzeichnung der Abschluss Erklärung. Stattdessen fügte die US-Regierung eine separate Formulierung ein, in der sie die Förderung sauberer Energien zusagte – allerdings außerhalb des G20-Konsenses und des Pariser Rahmens. Dieser Schritt unterstrich die Isolation der USA in dieser Frage.

Ein symbolträchtiger Moment ereignete sich während eines Gruppenfotos. Als sich alle Staatschefs zur Kamera drehten, blieb Trump zunächst nach vorne gerichtet, bis die britische Premierministerin Theresa May ihn leicht anstupste. Die Geste wurde weithin als Zeichen der angespannten Atmosphäre des Gipfels gewertet.

Trump traf zudem zu einem mit Spannung erwarteten Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammen. Obwohl das Treffen als historisch angekündigt wurde, drangen kaum Details über die Inhalte der Gespräche an die Öffentlichkeit. Unterdessen zeigten Daten, dass bis 2023 kein G20-Land seine Pariser Klimaziele deutlich übertroffen hatte – die meisten blieben hinter den notwendigen Investitionen zurück.

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Trotz der ablehnenden Haltung der Bundesregierung trieben einige US-Bundesstaaten und Unternehmen die Energiewende weiter voran. Ihre Bemühungen standen in krassem Gegensatz zu Trumps Politik, die auf fossile Brennstoffe und Deregulierung setzte.

Der Hamburger Gipfel endete ohne verbindliche Zusagen zur Unterstützung der ärmsten Länder der Welt oder zur Beschleunigung des Klimaschutzes. Die Hilfsorganisation Oxfam kritisierte den mangelnden Fortschritt, während die Handelskonflikte zwischen den USA, der EU und China ungelöst blieben. Da bis 2023 kein G20-Mitglied auf Kurs war, seine Pariser Ziele zu übertreffen, klaffte die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit weiter auseinander.