08 March 2026, 14:02

Finanznot im Rhein-Kreis Neuss: Kommunen kämpfen mit steigender Kreisumlage

Ein Plakat mit dem Text "In jedem einzelnen Kongresswahlbezirk wurden mindestens 30% der berechtigten Schuldner vollständig für die Schuldenbefreiung genehmigt" und einem Logo in der rechten unteren Ecke, mit ein paar Menschen mit Hüten im Hintergrund.

Finanznot im Rhein-Kreis Neuss: Kommunen kämpfen mit steigender Kreisumlage

Kommunen im Rhein-Kreis Neuss stehen unter wachsendem Finanzdruck, da die Kreisumlage stetig steigt. Innerhalb der letzten fünf Jahre ist der prozentsatz von etwa 13,5 Prozent im Jahr 2021 auf voraussichtlich 15,5 Prozent bis 2026 geklettert. Die Erhöhung belastet die Haushalte, zwingt Städte und Gemeinden zu Kürzungen bei grundlegenden Dienstleistungen und zukünftigen Investitionen.

Besonders hart trifft der Anstieg der Kreisumlage kleinere Kommunen. Städte wie Aldekerk, Goch und Issum kämpfen mit einer schmalen Steuerbasis und haben kaum Spielraum, um die zusätzlichen Kosten aufzufangen. Größere Städte wie Neuss und Grevenbroich verfügen zwar über etwas mehr Handlungsspielraum, doch auch sie spüren die Belastung zunehmend.

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Grevenbroichs Bürgermeister Klaus Krützen kritisiert die ungleiche Verteilung der Lasten. Er fordert, dass der Rhein-Kreis Neuss die finanzielle Belastung gerechter verteilen muss. Die prognostizierten Gewerbesteuereinnahmen seiner Stadt für 2026 reichen nicht aus, um die volle prozentrechnung zu decken – das Haushaltsdefizit droht weiter zu wachsen.

Krützen drängt auf Lösungen. Er unterstützt ein verbindliches Sparziel von zwei Prozent im Kreishaushalt, um die steigenden Kosten zu begrenzen. Damit steht er in einer Reihe mit den Forderungen der kommunalen Spitzenverbände, die verbindliche Einsparungen fordern, um die Kommunen finanziell zu entlasten. Ohne Gegenmaßnahmen, warnt er, würden die Mittel für Schulen, Kitas, Straßen und soziale Programme weiter schrumpfen.

Der Bürgermeister bewertet die Situation als entscheidend für die Zukunft der Region. Sollte sich der Trend fortsetzen, könnten viele Gemeinden Schwierigkeiten bekommen, grundlegende Dienstleistungen aufrechtzuerhalten oder langfristige Projekte zu planen.

Aktuell liegt die Kreisumlage bei 15,5 Prozent – ein Anstieg von 13,5 Prozent seit 2021 – und es gibt keine Anzeichen für eine Entspannung. Kleinere Städte stehen vor den härtesten Entscheidungen, während selbst größere Kommunen wie Grevenbroich ihre Haushalte straffen müssen. Ohne Kurskorrektur wird die Umlage weiterhin Gelder von lokalen Prioritäten abziehen – mit weniger Mitteln für Schulen, Infrastruktur und gemeindliche Angebote.

Quelle