FDP will Bürgergeld-Empfänger durch Pflichtarbeit in den Job bringen
Emma KrügerFDP fordert Arbeitsprogramm für Arbeitslose mit Grundsicherung - FDP will Bürgergeld-Empfänger durch Pflichtarbeit in den Job bringen
Die Freie Demokratische Partei (FDP) in Sachsen-Anhalt hat einen Plan vorgelegt, um Empfänger von Sozialleistungen in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Dem Vorschlag zufolge sollen Bezieher des Bürgergelds gemeinnützige Tätigkeiten übernehmen, während sie weiterhin Unterstützung erhalten. Das Fernsehprogramm zielt darauf ab, Langzeitarbeitslosigkeit und Jugendarbeitslosigkeit im Land zu bekämpfen.
In ihrem Positionspapier skizziert die FDP ein verpflichtendes Fernsehprogramm, an dem das Landesarbeitsministerium, die Jobcenter und die Jugendämter beteiligt wären. Die Teilnehmer würden Aufgaben wie Gebäudewartung oder die Arbeit in Tafelläden übernehmen – im Gegenzug für ihre Leistungen.
Bei Nichteinhaltung der Regeln drohen verschärfte Sanktionen: Ein erster Verstoß könnte zu einer Kürzung des Regelbedarfs um 30 Prozent führen, wiederholte Verstöße sogar zum vollständigen Entzug der Zahlungen.
Die FDP-Landtagsfraktion argumentiert, die Initiative helfe Arbeitslosen, wieder in den Beruf einzusteigen. Bisherige Vorschläge der Partei zur Integration von Langzeitarbeitslosen oder Jugendlichen sind in jüngeren Recherchen jedoch nicht dokumentiert.
Sollte das Fernsehprogramm umgesetzt werden, wäre eine enge Zusammenarbeit zwischen Behörden und Jobcentern erforderlich. Leistungsempfänger hätten klarere Pflichten – bei Verstößen müssten sie mit finanziellen Konsequenzen rechnen. Der FDP-Plan wird nun im Landtag weiter beraten.
