04 May 2026, 22:01

FDP-Politikerin nennt Mützenich "russischen Schlafagenten" – und löst Eklat aus

Propagandaplakat aus der Sowjetunion, das einen Mann und eine Frau mit Text zu einem Konflikt zeigt.

FDP-Politikerin nennt Mützenich "russischen Schlafagenten" – und löst Eklat aus

Ein heftiger politischer Streit ist in Deutschland entbrannt, nachdem die FDP-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann den SPD-Politiker Rolf Mützenich als „russischen Schlafagenten“ bezeichnet hatte. Auslöser des Konflikts war Mützenichs Unterstützung für Abrüstungsgespräche mit Moskau, die scharfe Verurteilungen aus dem gesamten politischen Spektrum nach sich zog.

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Der Streit eskalierte, als Mützenich einen US-Vorschlag begrüßte, nach dem mittelstreckenfähige Raketen von deutschem Boden abgezogen werden sollen. Daraufhin forderte er Verhandlungen mit Russland, um dessen atomwaffenfähige Raketen aus Belarus und Kaliningrad zurückzuziehen. Strack-Zimmermann warf ihm daraufhin vor, die Sicherheit Deutschlands zu untergraben, und behauptete, Moskau „brauche keine eigenen Spione mehr“ – dank seiner Haltung.

CDU-Chef Armin Laschet verurteilte ihre Äußerungen umgehend als „in ihrer Niedertracht beispiellos“ und forderte sie auf, die Aussagen zurückzunehmen. Doch sie wies seine Kritik zurück und legte nach: Mützenich sei seit Langem ein Risikofaktor in der Außenpolitik, während Laschet sich einer sachlichen Debatte entziehe.

Auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) kritisierte Strack-Zimmermanns Angriff scharf. Der Wortwechsel vertieft die Gräben zwischen FDP und SPD, ohne dass eine Lösung in Sicht wäre.

Der Streit offenbart die Spannungen in der deutschen Russland- und Abrüstungspolitik. Da Strack-Zimmermann nicht zurückweicht, wird die Kontroverse weitergehen. Unterdessen bleibt Mützenichs Vorschlag ein zentraler Streitpunkt in den sicherheitspolitischen Diskussionen.

Quelle