FDP kämpft um Überleben: Kubicki soll Partei aus der tiefsten Krise führen
Henry SeidelFDP kämpft um Überleben: Kubicki soll Partei aus der tiefsten Krise führen
Die Freie Demokratische Partei (FDP) traf sich am Samstag in Berlin zu ihrem Bundesparteitag. Die Versammlung findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem die Partei die schwerste Krise ihrer Geschichte durchlebt und nach einer Reihe von Wahlniederlagen um die Rückkehr der Wählergunst kämpft. Die Delegierten sollen nun über eine neue Führung abstimmen, um das Blatt zu wenden.
Die Probleme der FDP verschärften sich im Februar 2023, als sie an der Fünf-Prozent-Hürde bei der Bundestagswahl scheiterte. Nur einen Monat später, im März, flog sie aus den Landesparlamenten von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Seither liegen die Umfragewerte der Partei durchgehend unter der Fünf-Prozent-Marke.
Henning Höne, zunächst Kandidat für den Parteivorsitz, zog seine Bewerbung zurück und wird stattdessen erneut für den stellvertretenden Vorsitz kandidieren. Damit bleibt Wolfgang Kubicki als einziger Bewerber für die bundesweite Führung übrig – seine Wahl gilt nun als so gut wie sicher.
Eine aktuelle Forsa-Umfrage offenbart weitverbreitete Skepsis gegenüber der Zukunft der FDP: Rund zwei Drittel der Befragten zweifeln daran, dass die Partei selbst unter neuer Führung die Fünf-Prozent-Hürde überwinden kann. Kubickis Aufgabe wird es sein, diesen Trend umzukehren und der Partei wieder politische Relevanz zu verschaffen.
Kubicki übernimmt die Führung in einer entscheidenden Phase für die FDP. Die Partei muss nach wiederholten Wahlniederlagen nun die Unterstützung zurückgewinnen. Von seiner Führung wird abhängen, ob es der FDP gelingt, sich zu erholen – oder ob sie weiter aus der politischen Landschaft verschwindet.







