08 March 2026, 00:02

FDA rügt Novo Nordisk wegen täuschender Ozempic-Werbung mit falschen Versprechen

Ein Plakat mit Text und einem Logo, das "$160 Milliarden die Einsparungen, die Steuerzahler durch die Verhandlung niedrigerer Arzneimittelpreise durch Medicare erzielen werden" angibt.

FDA rügt Novo Nordisk wegen täuschender Ozempic-Werbung mit falschen Versprechen

Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat Novo Nordisk wegen irreführender Werbeaussagen in einem Fernsehspot für Ozempic eine Rüge erteilt. Der Regulierer kritisierte, dass der Werbespot fälschlicherweise eine Überlegenheit des Medikaments suggeriere und dessen Risiken herunterspiele. Es handelt sich bereits um die zweite Beanstandung des Unternehmens innerhalb eines Monats.

Die FDA richtet ihre Warnung konkret gegen den Ozempic-Werbespot mit dem Titel "Es gibt nur ein Ozempic" und wirft vor, dass die darin enthaltenen visuellen Vergleiche Zuschauer in die Irre führen, indem sie den Eindruck erwecken, das Medikament sei wirksamer als Alternativen. Zudem monierte die Behörde, dass die Komplexität von Semaglutid – dem Wirkstoff des Präparats – in der Werbung vereinfacht dargestellt werde und unbelegte Aussagen über dessen Nutzen für alle Patienten mit Typ-2-Diabetes getroffen würden.

Zusätzlich bemängelte die FDA die Platzierung der Sicherheitshinweise im Spot: Diese würden zu spät eingeblendet und könnten von den Zuschauern übersehen werden. Novo Nordisk hat nun 15 Werktage Zeit, um offiziell zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen.

Die Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Initiative der FDA gegen täuschende Arzneimittelwerbung, die auf eine Anweisung des damaligen US-Präsidenten Donald Trump für strengere Kontrollen zurückgeht. Im Jahr bis März 2026 hatte die Behörde bereits sieben weitere Pharmaunternehmen – darunter Novartis, Pfizer und Eli Lilly – wegen ähnlicher Verstöße abgemahnt.

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Die aktuelle Rüge verschärft die regulatorischen Probleme von Novo Nordisk, die erst kürzlich wegen irreführender Werbung für sein Abnehmpräparat Wegovy in die Kritik geraten war. Das Unternehmen muss nun auf die Bedenken der FDA reagieren, andernfalls drohen weitere Sanktionen. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, strengere Standards in der Pharmamarketing-Branche durchzusetzen.

Quelle