Fahimi zerpflückt Regierungsreform: "Völlig verfehlt und ohne Struktur"
Emma KrügerFahimi zerpflückt Regierungsreform: "Völlig verfehlt und ohne Struktur"
Gewerkschaftschefin Yasmin Fahimi hat die Reformpläne der Bundesregierung scharf kritisiert. Die aktuelle Strategie, die auf drastische Kürzungen ohne strukturelle Veränderungen setzt, bezeichnete sie als „völlig verfehlt“. Ihre Äußerungen fallen vor einem entscheidenden Treffen zwischen Spitzenvertretern der Koalition, Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden am Mittwoch.
Fahimi argumentierte, der Fokus der Regierung auf Sparmaßnahmen und pauschale Kürzungen werde die eigentlichen Probleme nicht lösen. Solche Schritte würden die „Binnennachfrage würgen“ und kaum zur Modernisierung der Wirtschaft beitragen, warnte sie. Stattdessen brauche das Land eine Wachstumsagenda – „nicht den Schmerz verfehlter Reformen“.
Sie wies Vorschläge zurück, die Einkommensteuerreform durch eine prozentuale Kürzung aller staatlichen Subventionen auszugleichen. Die Idee nannte sie „völliger Unsinn“ und betonte, dass undifferenzierte Maßnahmen die grundlegenden Herausforderungen nicht bewältigen würden. Zudem kritisierte Fahimi das Fehlen struktureller Reformen: „Wir brauchen keine reinen Sparprogramme – wir brauchen strukturelle Reformen.“
Beim Mittwochstreffen wollen die Gewerkschaften alternative Vorschläge vorlegen. Diese zielen darauf ab, die Belastung für Unternehmen zu verringern und gleichzeitig das Wirtschaftswachstum zu stärken. Fahimi empfahl gezielte Förderung für Betriebe, die in ihre Standorte investieren, qualitativ hochwertige Arbeitsplätze schaffen oder auf Klimaneutralität umstellen.
An dem Treffen nehmen Spitzenpolitiker der Koalition, Gewerkschaftsvertreter und Wirtschaftsverbände teil. Fahimis Aussagen unterstreichen die tiefen Gräben bei der Frage, wie die Wirtschaft reformiert werden soll. Das Ergebnis könnte wegweisend für künftige Entscheidungen in den Bereichen Wachstum, Steuern und Unternehmensförderung sein.







