29 April 2026, 14:06

Energiekrise erreicht historisches Ausmaß – IEA warnt vor globalen Folgen

Plakat mit Text und Bildern von Solarpanelen und Windraeder gegen einen bewölkten Himmel, lesend "Abbrechen verbleibende Öl- und Gasgenehmigungen im Arctic National Wildlife Refuge."

Energiekrise erreicht historisches Ausmaß – IEA warnt vor globalen Folgen

Die globale Energiekrise hat nach Angaben von Fatih Birol, dem Leiter der Internationalen Energieagentur (IEA), ihren schwersten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg erreicht. Steigende Kraftstoffpreise belasten Milliarden von Menschen, während Ölkonzerne Rekordgewinne verzeichnen. Regierungen und Bürger fordern nun dringend eine Neuausrichtung der Energiepolitik.

Die Krise hat die Preise für grundlegende Güter und Dienstleistungen in die Höhe getrieben. Düngemittel, Transportkosten und Lebensmittel sind aufgrund der hohen Ölpreise teurer geworden. Sollte sich die Lage weiter zuspitzen, könnten Millionen Menschen Hunger leiden.

Die großen Ölkonzerne profitieren indes von der Turbulenz: Der Nettogewinn von BP verdoppelte sich im frühen Jahr 2023 nahezu und erreichte 2,7 Milliarden Euro. Gleichzeitig tragen die Gesellschaften die finanzielle Last explodierender Energiekosten.

Einige Länder reagieren bereits mit Gegenmaßnahmen. Deutschland führte nach dem Russland-Ukraine-Konflikt eine Übergewinnsteuer ein, die rund 2,5 Milliarden Euro einbrachte. Eine aktuelle Umfrage zeigte zudem, dass sich fast 80 Prozent der Bevölkerung durch die Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen bedroht fühlen. Der Politiker Christian Lindner argumentiert, dass erneuerbare Energien die Nationen von solchen Abhängigkeiten befreien könnten.

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Andere Staaten beschleunigen den Umstieg auf saubere Energie. Südkoreas Präsident plant, den Verbrauch fossiler Brennstoffe durch den Ausbau der Netzinfrastruktur und die Einführung eines "Solarertrags"-Programms zu reduzieren. Auch China hat die Produktion hochgefahren: Die Exporte von Solarmodulen verdoppelten sich im März 2023 im Vergleich zum Vormonat.

Die Krise hat tiefe Schwachstellen in den globalen Energiesystemen offenbart. Während die Kraftstoffkosten Haushalte belasten und Ölkonzerne enorme Gewinne verbuchen, geraten Regierungen unter Druck, den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen. Der Vorstoß in Richtung Solar-, Wind- und andere alternative Energien wird zunehmend als wirtschaftliche und sicherheitspolitische Notwendigkeit gesehen.

Quelle