Dresden–Prag: Hochgeschwindigkeitsstrecke rückt mit Tunnelprojekt näher
Henry Seidel"Endlich!": Kraushaar drängt auf Tempo bei Prag-Bahn - Dresden–Prag: Hochgeschwindigkeitsstrecke rückt mit Tunnelprojekt näher
Die Pläne für eine Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke zwischen Dresden und Prag haben einen entscheidenden Schritt nach vorne gemacht. Das Bundesverkehrsministerium hat nun die Planungsunterlagen für das Projekt dem Bundestag vorgelegt. Sachsens Infrastrukturministerin Regina Kraushaar drängt auf eine zügige Prüfung, um die Finanzierung zu sichern und das Vorhaben im Zeitplan zu halten.
Das Projekt startete 2018, als die Deutsche Bahn mit den Vorplanungen begann. Bis Februar 2026 werden fast acht Jahre vergangen sein, seit diese ersten Schritte unternommen wurden. Kernstück des Vorhabens ist ein 30 Kilometer langer Tunnel durch das östliche Erzgebirge, der die Reisezeit zwischen Dresden und Prag auf nur eine Stunde verkürzen soll.
Die neue Strecke soll einen langjährigen Engpass auf der bestehenden Route beseitigen. Zudem würde sie den Lärm für Anwohner in der Nähe der aktuellen Trasse verringern. Über die regionalen Vorteile hinaus kommt der Verbindung eine große strategische Bedeutung zu, da sie Berlin, Prag und Wien im Rahmen eines europäischen Verkehrsnetzes miteinander verbindet.
Kraushaar hat die Bundestagsabgeordneten zu raschem Handeln aufgefordert. Verzögerungen könnten den Zugang zu EU-Fördermitteln gefährden und die gemeinsame Umsetzung mit Tschechien erschweren. Die Ministerin betonte, dass die Zeit drängt, um die finanzielle Unterstützung zu sichern und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu koordinieren.
Die Planungsunterlagen für die Bahnverbindung Dresden–Prag liegen nun beim Bundestag. Über die Genehmigung und die Finanzierungsentscheidungen wird sich zeigen, ob das Projekt wie geplant vorankommt. Bei Erfolg würde die Strecke den Verkehr zwischen Deutschland und Tschechien revolutionieren und gleichzeitig die Belastung der älteren Routen verringern.
