Deutsche Bahn setzt auf KI und Körperkameras gegen Gewalt in Regionalzügen
Moritz HartmannDeutsche Bahn setzt auf KI und Körperkameras gegen Gewalt in Regionalzügen
Deutsche Bahn führt neue Sicherheitsmaßnahmen ein
Nach anhaltender Gewalt in ihren Regionalzügen rollt die Deutsche Bahn (DB) ein Paket neuer Sicherheitsvorschriften aus. Dazu gehören Körperkameras, Schutzausrüstung und KI-gestützte Überwachung, um die Sicherheit von Personal und Fahrgästen zu verbessern.
Obwohl körperliche Angriffe auf DB-Regionalzüge bundesweit im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent zurückgingen, stiegen sie in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Teilen Baden-Württembergs im selben Zeitraum um 15 Prozent an.
Um das Problem zu bekämpfen, testet die DB Regio in besonders gefährdeten Gebieten neue Sicherheitskonzepte. Dazu zählen „1-zu-1-Begleitungen“ für gefährdetes Personal sowie die Doppelbesetzung von Kundenservice-Positionen. Körperkameras sind bereits im Einsatz – die Daten zeigen eine deutliche abschreckende Wirkung: Bei über 500 Einsätzen kam es nur zu einem schweren Übergriff.
Bis August erhalten alle betroffenen Mitarbeiter Schulungen zum Umgang mit den Kameras, die bei Aktivierung auch Ton aufzeichnen. Ab Juli tragen Kundenservice-Mitarbeiter zudem schnittfeste Westen als zusätzlichen Schutz. Darüber hinaus wird das verpflichtende Deeskalationstraining um ein Modul zur Durchsetzungsfähigkeit in Konfliktsituationen erweitert.
Das Unternehmen setzt auch auf KI, um Echtzeit-Aufnahmen von Kameras auszuwerten. Das System soll Konflikte frühzeitig erkennen und Sicherheitskräfte schneller alarmieren, um Reaktionszeiten in Notfällen zu verkürzen.
Die neuen Maßnahmen kombinieren Technologie, Schulungen und Schutzausrüstung, um der steigenden Gewalt in bestimmten Regionen entgegenzuwirken. Die DB erwartet, dass die Änderungen die Sicherheit für Mitarbeiter und Fahrgäste im gesamten Regionalverkehr verbessern werden.







