Dänemarks skurriler Tollenwettbewerb begeistert über 1.000 Fans in Kopenhagen
Moritz HartmannDänemarks skurriler Tollenwettbewerb begeistert über 1.000 Fans in Kopenhagen
Dänemarks „Tollenwettbewerb“ lockte über 1.000 Zuschauer nach Kopenhagen
Am 6. Juni 2026 zog Dänemarks inoffizielle Meisterschaft der Tollenhaarschnitte mehr als 1.000 Besucher in die Hauptstadt Kopenhagen. Was einst als Internet-Scherz begann, hat sich längst zu einem der skurrilsten kulturellen Ereignisse Europas entwickelt. Der Wettbewerb feiert Kreativität, Bühnenshows und die Kunst des „Mullet“ – jenes markanten Haarschnitts mit kurzen Seiten und langem Nacken.
Gegründet wurde die Meisterschaft vom dänischen Elektriker Steffen Stiw Weber, der sich nach einer Haartransplantation selbst eine Tolle wachsen ließ. Seither steigt die Besucherzahl Jahr für Jahr, mit tausenden Gästen bei den vergangenen Auflagen.
Die diesjährige Veranstaltung dauerte von 16 bis 21.30 Uhr und bot Live-Musik, eine Bühnenshow mit Jury-Bewertung sowie Frisiervorführungen. Zwölf Teilnehmer kämpften um den nationalen Ruhm – nicht nur mit ihren Haarschnitten, sondern auch mit aufwendigen Performances und theatralischem Auftritt. Ein Kandidat stylte seine Tolle in den Farben der dänischen Flagge, andere setzten auf ringreife Auftritte, choreografierte Tänze oder opulente Kostüme.
Die Jury bewertete dabei weit mehr als nur die Frisur: Kreativität, Bühnenpräsenz und das Engagement für die „Tollenkultur“ zählten ebenso. Preisgeld gab es nicht – nur Prestige und der Ruhm, als „Tollen-Champion“ gekrönt zu werden.
Die Atmosphäre war eine Mischung aus Schönheitswettbewerb, Punk-Show und Kulturfest. Der Wettbewerb zieht weiterhin wachsende Menschenmengen an und hat sich als skurrile, aber beständige Tradition etabliert. Die nächste Auflage wird bereits mit großer Vorfreude erwartet.
