30 April 2026, 10:03

Cottbus findet Lösung: Keine Nottransportgebühren mehr für Patienten

Ambulanz auf dem Seitenstreifen vor einem Geb├Ąude mit Krankenhausschild geparkt.

Cottbus findet Lösung: Keine Nottransportgebühren mehr für Patienten

Ein Rechtsstreit über Nottransportgebühren in Brandenburg ist mit einem Kompromiss beendet worden. Die Stadt Cottbus und die Krankenkassen einigten sich nach monatelanger Unsicherheit auf eine Finanzierungslösung. Patienten in der Region müssen künftig keine Rechnungen mehr für nicht dringliche Rettungsdiensteinsätze fürchten.

Der Konflikt hatte begonnen, als der Landkreis Märkisch-Oderland Anfang 2025 als erste Region Gebührenbescheide für Nottransporte verschickte – selbst dann, wenn Patienten nicht ins Krankenhaus gebracht wurden. Dies löste bei den Bürgern Besorgnis aus. Auch Cottbus hatte erwogen, ähnliche Gebühren einzuführen, die Pläne später aber verworfen.

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg stellte klar, dass Krankenkassen nicht verpflichtet sind, Kosten für "leere" oder nicht medizinisch notwendige Fahrten zu übernehmen. Üblicherweise zahlen Landkreise und kreisfreie Städte diese Ausgaben vorerst selbst, bevor die Kassen sie erstatten. Das Urteil ließ Behörden und Versicherer uneins zurück, wer die finanzielle Last tragen solle.

Nach der neuen Vereinbarung wird Cottbus Patienten keine Gebühren für Nottransportfahrten in Rechnung stellen. Stattdessen teilen sich Stadt und Krankenkassen die Kosten, sodass die Bürger direkt entlastet werden. Der Deal entstand unter öffentlichem und fachlichem Druck, die Finanzierungslücke gerecht zu schließen.

Der Kompromiss bedeutet, dass Patienten in Cottbus keine unerwarteten Rechnungen für Rettungseinsätze mehr erhalten. Behörden und Kassen werden künftig gemeinsam die Ausgaben tragen. Die Entscheidung könnte Schulbeispiel dafür werden, wie ähnliche Konflikte in anderen Landkreisen Brandenburgs gelöst werden.

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