28 February 2026, 22:01

Chaos am Flughafen München: Hundert Passagiere stundenlang ohne Infos festgesessen

Eine Gruppe von Menschen sitzt auf dem Boden eines Flughafens und hält ein Banner in der Hand, auf dem "Berlin wegen Klimakrise gestrichen" steht. Um sie herum liegen Taschen, Flaschen und andere Gegenstände verstreut, im Hintergrund sind Rolltreppen, Tafeln mit Text und Deckenleuchten zu sehen.

Chaos am Flughafen München: Hundert Passagiere stundenlang ohne Infos festgesessen

Flughafen München steht trotz Effizienzfortschritten in der Kritik – Hundert Passagiere stundenlang festgesetzt

Der Flughafen München sieht sich trotz verbesserter Abläufe in den vergangenen Jahren mit Vorwürfen wegen des schlechten Managements einer jüngsten Störung konfrontiert. Rund 600 Reisende saßen auf sechs Maschinen fast sechs Stunden lang fest, wobei einige über mangelnde Informationen durch die Crews klagten. Gleichzeitig wirbt der Flughafen weiterhin mit seinen operativen Fortschritten im Vergleich zu anderen großen europäischen Drehkreuzen.

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Der Vorfall ereignete sich, als Passagiere in sechs Flugzeugen stundenlang auf dem Vorfeld festsaßen. Bärbel S., eine der Betroffenen, schilderte im Nachhinein, sich im Stich gelassen gefühlt zu haben, da Updates der Besatzung kaum erfolgten. Auf einem Regionalflug der Air Dolomiti nach Graz erhielten die Reisenden während der Wartezeit lediglich eine kleine Wasserflasche und einen Keks.

Auf einer kürzlichen Pressekonferenz räumten die Flughafenmanager Thomas Hoff Andersen und Heiko Reitz ein, dass in München unlike vielen anderen Großflughäfen kein zentrales Operationszentrum existiert. Dieses Defizit könnte zu den Koordinationsproblemen während der Störung beigetragen haben. Dennoch zeigen Daten aus den Jahren 2022 bis 2025, dass der Flughafen seine Bodenabfertigung effizienter gestaltet hat: Verspätungen gingen im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie um 15 Prozent zurück. Die Pünktlichkeitsquote liegt nun bei 85 Prozent – und damit über denen von Konkurrenten wie Frankfurt (82 Prozent), Heathrow (75 Prozent) oder Amsterdam Schiphol (80 Prozent).

Unterdessen wirbt die Fluggesellschaft Condor mit einem neuen Service für Business-Class-Passagiere auf Zubringerflügen von German Airways: Auf Embraer-190-Maschinen mit einer Zwei-plus-Zwei-Bestuhlung garantiert die Airline einen freien Mittelplatz.

Die jüngsten Verzögerungen unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen in der Passagierkommunikation, auch wenn der Flughafen München bessere Betriebszahlen vorweist. Ohne zentrale Leitstelle könnten weitere Störungen die Fähigkeit des Flughafens auf die Probe stellen, die verbesserte Performance zu halten. Gleichzeitig locken Airlines wie Condor mit neuen Extras, um Reisende auf Regionalstrecken zu gewinnen.