Bundeswehr setzt auf Milliarden-Deal für hochmoderne Kamikaze-Drohnen Raider
Lina FuchsBundeswehr setzt auf Milliarden-Deal für hochmoderne Kamikaze-Drohnen Raider
Bundeswehr plant Milliarden-Deal für hochmoderne Kamikaze-Drohnen
Das deutsche Verteidigungsministerium treibt einen großen Beschaffungsvertrag für moderne Loitering Munitions voran. Geplant ist ein Rahmenvertrag über 2,387 Milliarden Euro mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall, der noch der Zustimmung des Haushaltsausschusses des Bundestags bedarf. Die unter dem Namen Raider vermarkteten Drohnen werden von offiziellen Stellen als "bahnbrechende Neuentwicklung" bezeichnet.
Das Ministerium hat bereits 25 Millionen Euro als Anfangsfinanzierung für das Projekt beantragt. Bei einer Genehmigung würde Rheinmetall einen ersten Auftrag in Höhe von knapp 300 Millionen Euro erhalten. Dieser umfasst Bodenstationen, Luftfahrtsysteme, Schulungsmaterialien und Simulatoren.
Rheinmetall muss bis Ende April 2027 alle abschließenden Qualifikationsanforderungen erfüllen. Sollte das Unternehmen dies nicht schaffen, behält sich das Ministerium das Recht vor, vom Vertrag zurückzutreten. Die Raider-Drohnen sind als Kamikaze-Loitering Munitions konzipiert und sollen bestehende Systeme der Hersteller Helsing und Stark ergänzen.
Der Schritt Deutschlands folgt einer breiteren Einführung ähnlicher Technologien bei NATO-Partnern. Portugal präsentierte im März 2026 während der NATO-Übung Strong Impact 2026 eigene Loitering Munitions. Indien hatte bereits im Dezember 2024 480 Einheiten erworben, während Uvision, ein weiterer führender Hersteller, eine Tochtergesellschaft in München eröffnete, um seinen Vertrieb in Deutschland und Europa auszubauen.
Das Beschaffungsverfahren liegt nun in den Händen des Haushaltsausschusses des Bundestags. Bei einer Zustimmung werden die Raider-Drohnen Teil des wachsenden Arsenals unbemannter Systeme der Bundeswehr. Der Gesamtwert des Vertrags, einschließlich künftiger Aufträge, könnte sich auf bis zu 2,387 Milliarden Euro belaufen.






