Bundesfreiwilligendienst in Sachsen-Anhalt verliert an Zuspruch – warum immer weniger mitmachen
Moritz Hartmann2025 weniger Bundesfreiwillige in Sachsen-Anhalt - Bundesfreiwilligendienst in Sachsen-Anhalt verliert an Zuspruch – warum immer weniger mitmachen
Im Jahr 2025 haben in Sachsen-Anhalt weniger Menschen am Bundesfreiwilligendienst (BFD) teilgenommen. Die aktuellen Zahlen zeigen einen stetigen Rückgang in den letzten Jahren: Die Zahl der Freiwilligen sank von 1.561 im Jahr 2024 auf nur noch 1.502. Dieser Trend spiegelt einen bundesweiten Rückgang der Freiwilligenzahlen wider.
Vor einem Jahrzehnt zählte der BFD in Sachsen-Anhalt noch 1.952 Teilnehmer. Bis 2023 war diese Zahl auf 1.517 gesunken, und der Rückgang setzte sich 2024 und 2025 fort. Auch bundesweit war der Rückgang spürbar: Die Teilnehmerzahl verringerte sich von 34.240 im Jahr 2024 auf 33.240 im Jahr 2025.
Die Freiwilligen im BFD verpflichten sich für zwölf Monate und erhalten eine kleine Aufwandsentschädigung, Versicherungsschutz sowie Zugang zu kostenlosen Schulungsseminaren. Viele arbeiten in Kindertagesstätten, Krankenhäusern, im Naturschutz oder Umweltschutz. Im Jahr 2025 war die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) die beliebteste Einsatzstelle in Sachsen-Anhalt. Lokale THW-Gruppen, darunter auch die in Havelberg, setzten Freiwillige in Übungen und Einsatzoperationen ein. Der Rückgang der Teilnehmer steht im Kontrast zur früheren Beliebtheit des Programms. Trotz des Rückgangs bleibt der BFD eine wichtige Möglichkeit für alle, die sich im Gemeinwohl engagieren und gleichzeitig praktische Erfahrungen sammeln möchten.
Die sinkenden Zahlen beim BFD werfen Fragen zur künftigen Freiwilligenarbeit in Sachsen-Anhalt auf. Da die Teilnehmerzahlen Jahr für Jahr zurückgehen, könnten Organisationen wie das THW vor Herausforderungen stehen, ihre Einsatzkräfte zu halten. Dennoch bietet das Programm mit seinen Schulungs- und Fördermöglichkeiten weiterhin einen Weg für alle, die sich in ihrer Gemeinschaft engagieren wollen.
