Brosda lehnt Altersgrenzen in sozialen Medien ab – setzt auf digitale Bildung
Moritz HartmannBrosda lehnt Altersbeschränkung für soziale Netzwerke ab - Brosda lehnt Altersgrenzen in sozialen Medien ab – setzt auf digitale Bildung
Hamburgs Senator für Kultur und Medien, Dr. Carsten Brosda, hat sich gegen strengere Regeln für Online-Plattformen ausgesprochen. Er lehnt Altersbeschränkungen in sozialen Medien ab und weist Forderungen nach einer Pflicht zur Klarnamennutzung zurück. Stattdessen plädiert er für eine bessere digitale Bildung als Schlüssel zum Schutz junger Nutzer:innen.
Brosda sieht in der Durchsetzung von Altersgrenzen in sozialen Netzwerken praktische Hindernisse. Er zweifelt daran, ob Plattformen das Alter ihrer Nutzer:innen zuverlässig überprüfen könnten, ohne unnötige Hürden zu schaffen. Sein Fokus liegt darauf, dass Kinder und Jugendliche starke digitale Kompetenzen entwickeln.
Der Senator wies auch Vorschläge zurück, die verlangen, dass Online-Beiträge unter echtem Namen veröffentlicht werden müssen. Er betonte, dass Anonymität nicht automatisch Straflosigkeit bedeute. Brosda ist überzeugt, dass Behörden über die notwendigen Mittel verfügen müssen, um Straftäter:innen im Netz zu identifizieren und zur Verantwortung zu ziehen. Sein Ansatz setzt auf Aufklärung statt auf Verbote. Seiner Meinung nach bietet es besseren Schutz, junge Menschen darin zu schulen, sich sicher im Internet zu bewegen, als pauschale Sperren oder Altersabfragen einzuführen.
Brosdas Position stellt die digitale Bildung in den Mittelpunkt des Jugendschutzes. Er ist überzeugt, dass verantwortungsvolles Verhalten im Netz durch Lernen gefördert werden sollte – und nicht allein durch Regulierung. Die Debatte darüber, wie Sicherheit und Freiheit in sozialen Medien in Einklang zu bringen sind, hält in Deutschland weiterhin an.
