Billstedt wird neu erfunden: SAGA baut 300 moderne Wohnungen mit Klimafokus
Henry SeidelBillstedt wird neu erfunden: SAGA baut 300 moderne Wohnungen mit Klimafokus
Hamburgs städtischer Wohnungsanbieter SAGA Unternehmensgruppe plant großflächige Neugestaltung des Stadtteils Billstedt
Die SAGA Unternehmensgruppe will den Hamburger Stadtteil Billstedt mit einem umfassenden Sanierungsprojekt grundlegend modernisieren. Dabei sollen veraltete Wohnblocks aus den 1950er-Jahren durch zeitgemäße, energieeffiziente Neubauten ersetzt werden. Geplant sind fast 300 geförderte Wohnungen, barrierefreie Zugänge sowie ein starker Fokus auf Nachhaltigkeit.
Betroffen sind 176 bestehende Wohnungen, die Ende der 1950er-Jahre errichtet wurden. Nach einer gründlichen Prüfung kam die SAGA zu dem Schluss, dass eine Sanierung der Bestandsgebäude unwirtschaftlich und unzureichend wäre. Selbst strukturelle Aufwertungen könnten die Defizite in puncto Energieeffizienz, Barrierefreiheit und modernen Wohnstandards nicht beheben – bei gleichzeitig steigenden Mieten.
Statt zu sanieren, entschied sich der Wohnungsanbieter für einen Abriss und Neubau. Die neuen Wohngebäude werden als Mehrfamilienhäuser mit vier bis acht Stockwerken entstehen. Vorgesehen sind familienfreundliche Grundrisse, barrierefreie Wohnungen für Senioren sowie energieeffiziente Bauweisen.
Die Bauarbeiten erfolgen in mehreren Abschnitten, um Belastungen für die Anwohner zu minimieren. Die SAGA organisiert Umzugsketten innerhalb des Viertels, sodass Mieter in der Nähe bleiben können. Allen betroffenen Haushalten wurde eine Rückkehr in die neuen Wohnungen nach Fertigstellung zugesichert.
Durch das Projekt soll sich die verfügbare Wohnfläche auf dem SAGA-Gelände nahezu verdoppeln. Die Beheizung erfolgt über Geothermie oder Fernwärme und entspricht damit den Klimaschutzzielen. Die Neubauten entstehen entlang der Möllner Landstraße und des Cottawegs, in unmittelbarer Nähe zur U-Bahn-Station Merkenstraße.
Die Neugestaltung in Billstedt ersetzt veraltete Wohnsubstanz durch moderne, nachhaltige Alternativen. Die Mieter kehren in aufgewertete Wohnungen mit besserer Barrierefreiheit und Energiebilanz zurück. Der schrittweise Ansatz sorgt für möglichst geringe Umzugsbelastungen und erweitert gleichzeitig den Bestand an gefördertem Wohnraum im Stadtteil.
