Berlin protestiert gegen sexualisierte Deepfake-Gewalt und ihre verheerenden Folgen
Lina FuchsBerlin protestiert gegen sexualisierte Deepfake-Gewalt und ihre verheerenden Folgen
Eine aktuelle Demonstration in Berlin hat die wachsende Problematik sexualisierter digitaler Gewalt in den Fokus gerückt. Unter dem Motto "Gegen sexualisierte digitale Gewalt – Solidarität mit allen Betroffenen" machten die Teilnehmenden auf die Schäden durch den Missbrauch von Deepfake-Technologie aufmerksam. Ein besonders bekannter Fall betrifft die Schauspielerin Collien Fernandes, deren explizite Fälschungen jahrelang ohne ihre Zustimmung im Netz verbreitet wurden.
Fernandes wurde zum Ziel sexualisierter Deepfakes, bei denen manipuliertes Material über einen längeren Zeitraum massenhaft geteilt wurde. Die Angriffe beschränkten sich nicht auf das Internet – laut Berichten wurden sogar berufliche Kontakte in ihrem Namen mit dem gefälschten Material kontaktiert. Ihr Fall ist inzwischen zu einem zentralen Thema für Initiativen wie HateAid geworden, eine Nichtregierungsorganisation, die sich für digitale Menschenrechte einsetzt.
Eine Psychologin und Opferberaterin von HateAid hat seitdem über die psychischen Folgen solcher Attacken gesprochen. Gleichzeitig analysieren Journalisten wie Franziska Martin die weiteren gesellschaftlichen Auswirkungen von KI-gestützter Gewalt. Die in Hamburg ansässige Martin leitet heute die Berichterstattung zu Arbeitswelt und Arbeitsmarkt für ein großes Online-Portal und setzt dabei einen Schwerpunkt auf die Auswirkungen von KI auf die Beschäftigung.
Bevor sie ihre aktuelle Position antrat, arbeitete sie im Technologie-Ressort des Manager Magazins, wo sie ausführlich über die KI-Branche berichtete. Ihre Arbeit beleuchtet auch die sozialen Konsequenzen des technologischen Wandels, darunter die Frage, wie digitale Gewalt Berufs- und Privatleben prägt.
Die Berliner Proteste unterstreichen den dringenden Bedarf an stärkerem Schutz vor Deepfake-Missbrauch. Betroffene wie Fernandes leiden weiterhin unter langfristigen Folgen – von Rufschädigung bis hin zu psychischen Belastungen. Unterstützungsorganisationen und Medienvertreter fordern nun mehr Bewusstsein und rechtliche Schritte, um das Problem einzudämmen.






