BASF verkauft Hydrosulfit-Sparte an Spezialisten Silox und setzt auf strategische Neuausrichtung
Henry SeidelBASF verkauft Hydrosulfit-Sparte an Spezialisten Silox und setzt auf strategische Neuausrichtung
BASF hat sich darauf verständigt, seine Hydrosulfit-bezogenen Vermögenswerte an Silox zu verkaufen, einen Spezialisten für Reduktions- und Bleichmittel. Die Transaktion markiert eine strategische Neuausrichtung der BASF-Produktion und stärkt gleichzeitig die globale Marktposition von Silox. Beide Unternehmen haben die Vertragsbedingungen nun finalisiert.
Die Übernahme umfasst zentrale Bestandteile von BASFs Hydrosulfit-Geschäft, darunter geistiges Eigentum, Produktionsanlagen, technisches Know-how sowie Markenrechte. Im Rahmen einer umfassenden Portfolioüberprüfung stellt BASF die eigene Hydrosulfit-Herstellung am Standort Ludwigshafen ein.
Hydrosulfite spielen in zahlreichen Branchen eine entscheidende Rolle: Sie dienen als Reduktionsmittel in der Textilfärbung sowie als Bleichzusätze in der Papier- und Zellstoffherstellung. Silox, mit über 70 Jahren Erfahrung, betreibt bereits Produktionsstätten in Belgien, Indien und Kanada.
Jean-Christophe Bogaert, Geschäftsführer von Silox, betonte die Bedeutung des Deals. Er erklärte, die Übernahme festige das langfristige Engagement des Unternehmens in den Bereichen Papier und Textil. Zudem sichere sie die kontinuierliche Versorgung mit hochwertigen Hydrosulfiten für Kunden in Europa und weltweit.
Trotz dieser Veränderung wird BASF die Produktion anderer anorganischer Chemikalien in Ludwigshafen fortsetzen – darunter Alkoholate, Sulfite und Stickstoffsalze. Damit bleibt das Unternehmen ein führender Lieferant in der Region.
Die Transaktion festigt Silox' Position als vertrauenswürdiger globaler Anbieter von Hydrosulfit-Produkten. Der Ausstieg von BASF aus diesem Segment ist Teil der laufenden strategischen Anpassungen des Konzerns. Von dem Deal bleibt die übrige chemische Produktion am BASF-Standort Ludwigshafen unberührt.
