05 June 2026, 12:38

Anonymer Brief erschüttert Städtisches Theater Fürth: Intendantin in der Kritik

Anonymes Schreiben im Fürther Stadttheater: Unterstützung für Intendantin Stolz von innen

Anonymer Brief erschüttert Städtisches Theater Fürth: Intendantin in der Kritik

Ein anonymer Brief hat am Städtischen Theater Fürth für Unruhe gesorgt. Darin wird der Intendantin vorgeworfen, ein schädliches Arbeitsklima zu fördern. Das Schreiben, das angeblich 25 Mitarbeiter vertritt, beschreibt eine Atmosphäre der Angst und psychischen Belastung. Unterdessen haben die Theaterleitung und Vertreter des Stiftungsrats Dr. Silvia Stolz verteidigt, die Ende 2023 die Leitung übernahm.

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In dem nicht unterzeichneten Brief werden Vorwürfe wie Misstrauen und Stress unter den Beschäftigten während Stolz’ Amtszeit erhoben. Obwohl keine Namen genannt werden, behauptet das Dokument, die Meinung von 25 festangestellten Mitarbeitern widerzuspiegeln. Der Dramaturg Udo Eidinger wies die Glaubwürdigkeit des Schreibens zurück und argumentierte, dass Anonymität die Behauptung untergräbt, für die gesamte Belegschaft zu sprechen.

Eidinger lobte stattdessen Stolz’ Erfolge und hob hervor, wie sie die Verbindung des Theaters zur Stadt vertieft und die Zugänglichkeit verbessert habe. Auch der Stiftungsrat Maurice Schönleben (SPD) sprach ihr seine Unterstützung aus und nannte die Entwicklung des Theaters seit 2023 „beachtlich“. Er räumte ein, dass Veränderungen oft auf Widerstand stoßen, betonte aber, wie wichtig es sei, den eingeschlagenen Weg weiterzuverfolgen.

Unter Stolz’ Führung hat das Theater Aufschwung erlebt: Über 100.000 Besucher zählte es, und für die Spielzeit 2024/2025 wurden bereits mehr als 95.000 Karten verkauft. Trotz der Kontroverse läuft der Betrieb wie gewohnt weiter – die Proben für eine anstehende Premiere gehen voran, und die Mitarbeiter werden als motiviert beschrieben.

Das Theater bleibt auf seinen Spielplan konzentriert, ohne dass es zu unmittelbaren Störungen kommt. Die Vorwürfe aus dem Brief haben die Vorbereitungen nicht gestoppt, und die Führung zeigt sich weiterhin überzeugt von Stolz’ Vision. Dennoch wirft der Streit Fragen über die internen Dynamiken auf, während sich die Institution auf die kommende Saison vorbereitet.

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