Aktivisten legen Hakenkreuz aus veganem Hackfleisch bei AfD-Veranstaltung in Heidenheim
Moritz HartmannAktivisten legen Hakenkreuz aus veganem Hackfleisch bei AfD-Veranstaltung in Heidenheim
Linkaktivisten haben eine Frühstücksveranstaltung der AfD in Heidenheim gestört, indem sie ein Hakenkreuz aus veganem Hackfleisch legten. Die von dem „Zentrum für Politische Schönheit“ beanspruchte Aktion umfasste zudem die um das Symbol angeordneten Worte „Hütet euch vor der NSAFD“. Die Polizei ermittelt mittlerweile wegen möglicher Verstöße gegen geltende Gesetze.
Die Aktivisten hatten sich heimlich in dem Hotel eingemietet, in dem die Veranstaltung stattfand, um Zugang zum Frühstücksbereich zu erhalten. Vor Ort formten sie aus 1,2 Kilogramm veganem Hackfleisch, Zwiebeln und Gurken das umstrittene Motiv. Eine führende Aktivistin bezeichnete die Aktion später als „künstlerischen Eingriff“, der zur Reflexion anregen solle.
Einige Teilnehmer berichteten von Drohungen durch AfD-Politiker, nachdem das Symbol gelegt worden war. Die Gruppe hinter der Aktion, das „Zentrum für Politische Schönheit“, ist für provokative Performances bekannt – darunter die Unterbrechung eines ARD-Interviews mit der AfD-Co-Vorsitzenden Alice Weidel.
Der AfD-Landesvorsitzende Emil Sänze verurteilte den Protest als „Schande“ und schlug den Aktivisten vor, sie sollten „lieber einer Arbeit nachgehen“. Unterdessen bestätigte die Polizei, dass geprüft werde, ob durch die Darstellung gegen Gesetze verstoßen wurde, die verfassungsfeindliche Symbole verbieten.
Der Vorfall lenkt die Aufmerksamkeit auf die angespannten Beziehungen zwischen linksextremen Aktivisten und der AfD. Die Behörden müssen nun klären, ob die Aktion rechtliche Grenzen überschritten hat. Ob das „Zentrum für Politische Schönheit“ weitere Aktionen plant, ließ die Gruppe offen.







