Abwasserstudie enthüllt: Cannabis stabil, Kokain und Ketamin im Aufwind
Henry SeidelAbwasserstudie enthüllt: Cannabis stabil, Kokain und Ketamin im Aufwind
Eine neue Studie hat Abwasser in 115 europäischen Städten analysiert, um den Drogenkonsum zu erfassen. Die Ergebnisse zeigen einen stabilen Cannabiskonsum, während die Werte für Kokain und Ketamin steigen. Der Konsum von MDMA scheint im vergangenen Jahr dagegen zurückgegangen zu sein.
An der Spitze der Rangliste beim Cannabiskonsum steht Genf, gefolgt von Städten in den Niederlanden, Deutschland und Slowenien mit den höchsten Nachweiswerten. Berlin belegt den vierten Platz mit 172 Milligramm THC-COOH pro 1.000 Einwohner täglich. Frankfurt folgt auf Platz neun mit etwa 150 Milligramm pro 1.000 Einwohner, Mainz liegt auf Rang 15 mit 130,6 Milligramm pro 1.000 Einwohner und Tag.
Die Studie untersuchte zudem weitere Substanzen in den Abwasserproben. Dabei nahmen Kokain- und Ketaminrückstände in ganz Europa zu, während MDMA-Spuren seltener nachweisbar waren. Die Forscher verfolgten auch den Konsum von Amphetamin, Methamphetamin und anderen Drogen neben Cannabis.
Die örtliche Polizei in Mainz meldete 28 Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit illegalen Drogen, darunter 21 Fälle im Zusammenhang mit dem Cannabishandel. Spezifische Konsumdaten für Mainz im Jahr 2026 wurden jedoch nicht veröffentlicht.
Der Cannabiskonsum in europäischen Städten blieb im Vergleich zum Vorjahr stabil. Die Studie verdeutlicht jedoch Verschiebungen bei anderen Drogen: Während der Konsum von Kokain und Ketamin zunimmt, geht der von MDMA zurück. Die Forscher setzen weiterhin auf Abwasseranalysen, um den Substanzgebrauch in der Region abzubilden.






