30.000 Radfahrer blockieren Berlins Straßen für bessere Radwege und Verkehrswende
Henry Seidel30.000 Radfahrer blockieren Berlins Straßen für bessere Radwege und Verkehrswende
Rund 30.000 Radfahrerinnen und Radfahrer haben am Sonntag die Straßen Berlins für die jährliche Sternfahrt in Beschlag genommen. Die vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) organisierte Aktion setzt sich seit Langem für bessere Bedingungen für den Radverkehr in der Hauptstadt ein. In diesem Jahr blockierten die Teilnehmer zeitweise Straßen und sogar Teile von Autobahnen, um ihre Forderungen Nachdruck zu verleihen.
Die Sternfahrt begann vor Jahrzehnten als Protest für sichere und besser ausgebaute Radwege. Jedes Jahr wird die Veranstaltung offiziell angemeldet, sodass Straßen gesperrt und der Verkehr umgeleitet werden können. Autofahrer mussten mit Umleitungen rechnen, während Radler Routen in Richtung des Großen Sterns und der Siegessäule für sich beanspruchten.
Die Teilnehmer kamen aus Brandenburg und den Berliner Außenbezirken und folgten etwa 20 verschiedenen Routen ins Stadtzentrum. Die Demonstration unterstrich die anhaltenden Forderungen nach besseren Radwegen und weniger Kürzungen im Haushalt für die Radinfrastruktur.
Marlene Alber, Verkehrspolitische Referentin des ADFC Berlin, sprach bei der Veranstaltung. Sie betonte, dass Radfahren jeden Tag sicher und komfortabel sein müsse – nicht nur bei Protesten. Alber forderte Verkehrspolitiker auf, die Bedürfnisse von Radfahrern endlich vorrangig zu behandeln und die Mittel für die Radwege nicht weiter zu kürzen.
Die Sternfahrt lenkte einmal mehr die Aufmerksamkeit auf die Notwendigkeit eines ausgebauten Radwegenetzes. Mit 30.000 Teilnehmern verstärkte die Aktion den Appell für kontinuierliche Investitionen in sichere und gut befahrbare Radwege. Die Organisatoren machten deutlich: Zeitweilige Straßensperrungen sollten zu dauerhaften Verbesserungen führen.







