25 April 2026, 14:01

Zufit Simon gewinnt Best OFF Festival-Preis mit radikalem Cheerleading-Werk

Eine Buchseite mit einer lebendigen Zeichnung von Menschen, die im Einklang tanzen, begleitet von Text, der die Einzelheiten des Ereignisses beschreibt.

Zufit Simon gewinnt Best OFF Festival-Preis mit radikalem Cheerleading-Werk

Die Choreografin Zufit Simon hat mit ihrem jüngsten Werk Radical Cheerleading den Best OFF Festival-Preis 2024 gewonnen. Die Produktion markiert eine kühne Wende in ihrer künstlerischen Ausrichtung, indem sie Kampfelemente und maskuline Energie mit ihrem unverwechselbaren Stil verbindet. Ihre Karriere, die sich über Jahrzehnte erstreckt, wurde mit bedeutenden Auszeichnungen gewürdigt, darunter der Münchner Tanzpreis für ihr Lebenswerk im Jahr 2025.

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Geboren 1980 in Israel, zog Simon vor 25 Jahren nach Deutschland und pendelt heute zwischen München, Braunschweig und Berlin. Schon mit vier Jahren begann sie zu tanzen und studierte später zeitgenössischen Tanz an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. Ihr erster großer Erfolg gelang ihr 2005 mit fleischlos, ihrem Debütsolo, das den dritten Platz als bestes deutsches Tanzsolo bei der euroscene Leipzig errang.

Simons Werk zeichnet sich durch Präzision, spielerische Bewegungen und unerwartete Wendungen aus. Doch ihre Laufbahn erlitt Rückschläge, als das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur 2016 die konzeptionelle Förderung für ihre Projekte strich. Ein weiterer Schlag folgte 2024 mit der Schließung des LOT-Theaters, einer wichtigen Spielstätte für ihre Uraufführungen, aufgrund von Insolvenz.

Trotz dieser Herausforderungen wird ihr neuestes Stück The Fight Club am 23. April das Best OFF Festival für Independent-Theater in Hannover eröffnen. Die Arbeit setzt ihre Erkundung neuer Themen fort und wendet sich von früheren Schwerpunkten ab, um aggressivere, maskulinere Formen aufzunehmen.

Simons jüngste Auszeichnung und die bevorstehende Festivalpremiere unterstreichen ihren anhaltenden Einfluss auf den zeitgenössischen Tanz. Mit der bevorstehenden Uraufführung von The Fight Club bleibt ihr Schaffen eine prägende Kraft im unabhängigen Theater. Die Anerkennung aus München und Hannover festigt ihren Ruf als eine der führenden Persönlichkeiten der Szene.

Quelle