12 April 2026, 02:03

Warendorfs Stadtrat behält umstrittene Straßennamen bei – trotz Bürgerprotesten

Eine Gruppe von Menschen, die auf einer Demonstration eine Straße entlangmarschieren, einige halten Schilder und andere fahren Fahrräder, im Hintergrund ein Gebäude mit Fenstern, Bögen, Säulen und Skulpturen.

Warendorfs Stadtrat behält umstrittene Straßennamen bei – trotz Bürgerprotesten

Der Stadtrat von Warendorf hat beschlossen, die Namen von drei umstrittenen Straßen beizubehalten. Die Entscheidung folgt auf eine längere Debatte und eine Empfehlung eines Bürgergremiums, die Straßen umzubenennen. Trotz der Forderungen nach einer Änderung stimmte der Rat für die Beibehaltung der aktuellen Straßennamen.

Im Mittelpunkt der Kontroverse stehen die Wagenfeldstraße, der Agnes-Miegel-Weg und die Heinrich-Tenhumberg-Straße. Das Bürgergremium hatte vorgeschlagen, die Straßen umzubenennen, unter anderem durch die Ergänzung eines Zitats des ortsansässigen Autors Paul Schallück anstelle des Namens Agnes Miegels. Der Rat lehnte diese Vorschläge jedoch ab.

Finanzielle Erwägungen spielten bei der Entscheidung eine zentrale Rolle. Die geschätzten Kosten für den Austausch der Straßenschilder beliefen sich auf 5.700 Euro – ein Betrag, den der Rat als zu hoch ansah. Ratsmitglied André Wenning betonte zudem, dass die Meinung der Anwohner Vorrang vor anderen Gesichtspunkten gehabt habe.

Die regierende Koalition aus Christlich Demokratischer Union (CDU) und Freier Wählergemeinschaft (FWG) führte die Abstimmung gegen die Umbenennung an. Reinhold Schoppmann, Mitglied des Bürgerbündnisses, kritisierte das Ergebnis als enttäuschend. Zudem bleibt eine Gedenktafel mit einem Zitat der Schriftstellerin Agnes Miegel am Rathaus unverändert.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Entscheidung bedeutet, dass die Straßennamen vorerst bestehen bleiben. Die Haltung des Rates spiegelt sowohl Haushaltszwänge als auch die Berücksichtigung der Anwohnermeinungen wider. Aktuell sind keine weiteren Änderungen an Schildern oder Tafeln geplant.

Quelle