24 April 2026, 22:02

Vom Reality-TV ins Weiße Haus: Wie ein Ex-Star die USA regiert

Porträt von George Washington auf Papier mit Text, frontal mit ernstem Gesichtsausdruck, trägt Anzug und Krawatte.

Vom Reality-TV ins Weiße Haus: Wie ein Ex-Star die USA regiert

Ein ehemaliger Reality-TV-Star regiert nun seit sechs Jahren als US-Präsident. Seine Regierung vereint auf ungewöhnliche Weise Politik und Unterhaltung – mit Persönlichkeiten aus dem Wrestling und der Reality-TV-Welt in Schlüsselpositionen. Gleichzeitig bleiben die Zustimmungswerte für sowohl den Kongress als auch den Präsidenten laut aktuellen Umfragen auf niedrigem Niveau.

Im Kabinett des amtierenden Präsidenten finden sich ein ehemaliger Wrestling-Funktionär und ein Ex-Teilnehmer der Serie The Real World. Diese Mischung aus Showbusiness und Regierungsarbeit unterstreicht die wachsende Vermischung von Washington und Hollywood. Beide Branchen pflegten zwar schon immer ein gespanntes Verhältnis, doch ihre Verschmelzung zu einer gemeinsamen kulturellen Kraft war noch nie so sichtbar wie heute.

Laut Gallup-Umfragen lehnen 86 Prozent der Bürger den Kongress ab – ein Rekordwert. Separate Daten von AP-NORC zeigen, dass nur 33 Prozent der erwachsenen US-Bevölkerung mit der Amtsführung des Präsidenten zufrieden sind. Diese Zahlen fallen in eine Phase, in der Prominente – darunter über ein halbes Dutzend Stars aus The Real Housewives – kürzlich den Capitol Hill besuchten.

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TMZ, das 2005 gegründete Promi-Nachrichtenportal, erweitert inzwischen seine politische Berichterstattung. Unter der weiterhin Führung von Harvey Levin, der ein wechselhaftes Verhältnis zum Präsidenten pflegt, entsendet TMZ DC Mitarbeiter nach Washington, um Abgeordnete direkt zu konfrontieren. Die Plattform bittet zudem die Öffentlichkeit um ungestellte Fotos von Politikern, mit dem Ziel, virale Momente zu schaffen. Ein jüngstes Beispiel: ein Bild von Senator Lindsey Graham mit einem Zauberstab in Disney World.

Sogar Verteidigungsminister Pete Hegseth erkannte die wachsende Rolle von TMZ an und bezeichnete sie bei einer Veranstaltung im Pentagon als "neue Mitglieder unserer Pressegruppe hier".

Die Grenzen zwischen Politik und Unterhaltung verschwimmen zunehmend. Angesichts niedriger Zustimmungswerte und dem Vorstoß von Medien wie TMZ in die politische Berichterstattung zeigt sich: Die Verbindung zwischen Washington und Hollywood verliert nicht an Dynamik. Die Regierung des Präsidenten, besetzt mit Persönlichkeiten aus Reality-TV und Wrestling, steht exemplarisch für diesen Wandel.

Quelle