Van Aken fordert Nullsteuer auf Grundnahrungsmittel gegen Preisschock
Moritz HartmannVan Aken fordert Nullsteuer auf Grundnahrungsmittel gegen Preisschock
Linkspartei-Chef Jan van Aken fordert dringende Maßnahmen gegen steigende Lebensmittelpreise
Der Vorsitzende der Linken, Jan van Aken, hat schnelle Schritte gefordert, um die Lebenshaltungskosten zu senken, während die Preise weiter anziehen. Er warnte, dass die explodierenden Spritpreise die Lebensmittelrechnungen zusätzlich in die Höhe treiben und damit einkommensschwache Haushalte besonders hart treffen könnten. Zu seinen Vorschlägen gehören die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel sowie die Einrichtung einer neuen Behörde, die die Preispolitik von Unternehmen überwachen soll.
Van Aken verlangte eine sofortige Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel – mit einem Nullsatz für Grundnahrungsmittel und einem ermäßigten Steuersatz von sieben Prozent für weitere Lebensmittel. Er betonte, dass Nahrungsmittel für alle erschwinglich bleiben müssten, insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit. Die Großhandelspreise stiegen im Februar 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,2 Prozent, wobei einige Fleischpreise leichte Anstiege oder eine seit Wochen stabile Entwicklung zeigten.
Der Politiker drängte zudem auf die Schaffung einer staatlichen Preiskontrollstelle, die untersuchen soll, ob Konzerne die Lage ausnutzen, um die Preise unrechtmäßig zu erhöhen. Er warf Lebensmittelunternehmen vor, die Situation auszubeuten, um auf Kosten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer höhere Gewinne einzufahren. Seine Warnungen kommen vor einem Koalitionstreffen von CDU/CSU und SPD, bei dem die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Konflikts – darunter die steigenden Lebensmittelkosten – auf der Tagesordnung stehen.
Van Aken rief den CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz und den SPD-Co-Chef Lars Klingbeil zum raschen Handeln auf. Er bezeichnete den drohenden Preisschub als Katastrophe für Menschen, die bereits unter finanzieller Belastung leiden. Sein Plan zielt darauf ab, Haushalten schnell finanzielle Entlastung zu verschaffen, bevor sich die Lage weiter verschärft.
Die Vorschläge der Linken umfassen eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel sowie eine neue Behörde zur Überwachung der Unternehmenspreise. Nun müssen die Koalitionsspitzen beraten, wie sie auf die steigenden Lebensmittelkosten im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt reagieren. Das Ergebnis wird entscheiden, ob finanziell benachteiligte Familien bald Entlastung an der Supermarktkasse spüren.






