07 May 2026, 18:02

Trigema-Erbin Bonita Grupp kritisiert 1.000-Euro-Prämie als trügerische Lösung

Plakat mit fettem schwarzem Text auf weißem Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, das 'Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Steuern für Wohlhabende und Großunternehmen weiter senkt.' zeigt.

Trigema-Erbin Bonita Grupp kritisiert 1.000-Euro-Prämie als trügerische Lösung

Bonita Grupp, Erbin des Modeimperiums Trigema, hat sich kritisch zur kürzlich beschlossenen steuerfreien Prämie von 1.000 Euro geäußert. Sie argumentiert, dass die Maßnahme unrealistische Erwartungen wecke und letztlich eine von anderen finanzierte Zuwendung darstelle. Ihre Äußerungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem Unternehmen abwägen, ob sie das Programm für ihre Mitarbeiter übernehmen sollen.

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Grupp zeigte sich skeptisch gegenüber der Prämie und bezeichnete sie als kurzfristige Lösung mit trügerischen Versprechungen. Sie warnte davor, dass steigende Lohnnebenkosten die Arbeitgeber bald überfordern könnten – eine zusätzliche Belastung für die Wirtschaft.

In der Steuerpolitik signalisierte sie zwar Offenheit für eine moderate Anhebung des Spitzensteuersatzes, betonte jedoch, dass eine solche Erhöhung durch Entlastungen an anderer Stelle ausgeglichen werden müsse. Dieser Ansatz solle verhindern, dass Arbeitnehmer und Unternehmen unangemessen belastet werden.

Auf die Frage, ob Trigema die steuerfreie Prämie zahlen werde, blieb Grupp vage. Die Entscheidung hänge, so ihre Andeutung, von der allgemeinen Wirtschaftslage und einer internen Finanzprüfung des Unternehmens ab.

Die Position der Modererbin unterstreicht die Spannung zwischen kurzfristigen Anreizen und langfristigen Kostendruck. Ihr Plädoyer für ausgewogene Steueranpassungen spiegelt die Sorge um die Nachhaltigkeit der Arbeitsmarktpolitik wider. Nun stehen Arbeitgeber vor der Wahl, ob sie die Prämie gewähren – während sie gleichzeitig die weiteren wirtschaftlichen Entwicklungen im Blick behalten müssen.

Quelle